MV-Wahl 2026: Neueste Hochrechnungen bringen CDU richtig ins Zittern
Autor: Redaktion, Agentur dpa
Schwerin, Sonntag, 20. Sept. 2026
Die neuesten Hochrechnungen zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sind da: Bisher waren die Christdemokraten noch knapp über der Fünf-Prozent-Hürde, doch nun könnte sich ein neuer Trend abzeichnen.
Update vom 20. September 2026, 20.40 Uhr: CDU könnte aus Landesparlament fliegen
Die CDU ist in Mecklenburg-Vorpommern in Hochrechnungen sowohl von ARD als auch ZDF auf 5,0 Prozent gefallen und muss damit weiter um den Einzug in den Landtag zittern. Falls sie es nicht schafft, wäre dies das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, dass die CDU nicht in ein Landesparlament einzieht.
Gleichzeitig wäre dies der schlechtmöglichste Wahlausgang aus Sicht des CDU-Vorsitzenden und Kanzlers Friedrich Merz, der das Ergebnis bereits am Abend als "Desaster" bezeichnet hatte. Mit genau 5,0 Prozent wäre die CDU allerdings noch im Landtag vertreten.
Das BSW fällt in den Hochrechnungen beider Sender auf 4,9 Prozent und wäre damit nicht im Parlament. Dies wiederum hätte Auswirkungen auf eine mögliche Regierung unter Führung der bisherigen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD): Schafft es das BSW nicht in den Landtag, steigen die Chancen, dass SPD, Linke und Grüne eine gemeinsame, wenn auch knappe Mehrheit erreichen.
Update vom 20. September, 19.08 Uhr: MV-Landtagswahl: AfD aktuell stärkste Partei, CDU muss um Einzug zittern
Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD die AfD nicht ganz eingeholt - Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kann aber voraussichtlich weiter regieren. Nach den ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF erleidet die CDU erneut ein Fiasko und könnte erstmals seit Gründung der Bundesrepublik nur ganz knapp im Parlament verbleiben. Die Linke verliert deutlich an Zustimmung, bleibt für Schwesig aber als Regierungspartnerin erhalten.
Die Grünen könnten wie die CDU knapp im Landtag bleiben, mussten zunächst aber zittern. Für das BSW ist dies noch ungewisser. Die FDP schafft es nicht über die Fünf-Prozent-Hürde.
SPD kann AfD nicht ganz einholen
Nach den Hochrechnungen von 18.30 Uhr hat die SPD mit einer ganz auf einen Zweikampf zugeschnittenen Kampagne die in den Umfragen führende AfD nicht ganz eingeholt. Schwesigs Partei schneidet mit 35,6 bis 36,3 Prozent schwächer als vor fünf Jahren ab (39,6 Prozent) - für den Machterhalt braucht sie neben der Linken nun wohl einen dritten Partner. Angesichts der bundesweiten Schwäche der Partei gilt das dennoch als großer Erfolg.
Die AfD von Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm hat mit 37,1 bis 37,8 Prozent ihr Ergebnis mehr als verdoppelt (16,7 Prozent) - allerdings fehlt ihr zum Regieren ein Partner, weil keine Partei mit ihr koalieren will.