Kusel: Bundesweite Trauer nach tödlichen Schüssen auf zwei Polizisten
Autor: Redaktion
Kusel, Mittwoch, 02. Februar 2022
Nach dem tragischen Tod zweier Polizisten im Landkreis Kusel steht ganz Deutschland unter Schock. Beleidsbekundigungen und Anteilnahme erhalten die Familien und Angehörigen der Opfer aus der gesamten Bundesrepublik.
Nachdem am Montag eine 24-jährige Polizeianwärterin und ein 29-jähriger Oberkommissar von Wilderern bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle nahe Kusel erschossen wurden, sitzt der Schock nicht nur in Rheinland-Pfalz tief. Aus ganz Deutschland erreichen die Familien, Angehörigen und Kolleg*innen Anteilnahme.
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hatte aufgrund der Ereignisse als sichtbares Zeichen der Trauer im Einvernehmen mit dem Innenminister Roger Lewentz (SPD) Trauerbeflaggung (halbmast) im Land angeordnet. Für alle Streifenwagen des Landes ist Trauerflor vorgesehen.
Nach Polizistenmord: Beileidsbekundigungen aus der Landespolitik
Dreyer und Lewentz haben sich "zutiefst schockiert" über die tödlichen Schüsse auf eine Polizistin und einen Polizisten gezeigt. "Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen", heißt es in einer Mitteilung der beiden SPD-Politiker in Mainz. "Die Tat ist entsetzlich. Es bestürzt uns sehr, dass zwei junge Menschen im Dienst ihr Leben verloren haben." Auch Lewentz äußerte sich schockiert: "Als zuständiger Innenminister und oberster Dienstherr unserer Polizei und als Vater von vier Kindern im Alter der mit größter Brutalität ermordeten zwei jungen Polizeibeamten bin ich sehr erschüttert."
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Das Team des Oppositionsführers und Kandidaten für den CDU-Landesvorsitz, Christian Baldauf, hat "zutiefst erschüttert" reagiert. "Unsere Gedanken sind bei den getöteten Polizisten, ihren Angehörigen sowie Kolleginnen und Kollegen", heißt es in einer Mitteilung. Eine für Montag in Mainz geplante Pressekonferenz zur Vorstellung von Baldaufs Team wurde abgesagt. "Es ist an einem solchen Tag und unter diesen Eindrücken nicht der Zeitpunkt, um über Parteipolitik zu sprechen."
Bundesverkehrsminister Volker Wissing und seine Mainzer Amtskollegin Daniela Schmitt (beide FDP) haben sich schockiert über die tödlichen Schüsse auf eine Polizistin und einen Polizisten in Rheinland-Pfalz gezeigt. Wissing schrieb auf Twitter: "Eine Tat, die erschüttert und fassungslos macht. Mit meinen Gedanken, meiner Trauer und meinem Mitgefühl bin ich bei den Opfern, deren Angehörigen und Freunden sowie ihren Kolleginnen und Kollegen ...". Schmitt äußerte sich ähnlich auf Twitter und sprach von einer "unfassbaren und grausamen Tat".
Landtagsfraktionen zeigen sich zutiefst erschüttert
"Sie haben ihr Leben für unsere Sicherheit gegeben", betonte der rheinland-pfälzische Landtagspräsident Hendrik Hering. "Wir schulden ihnen unsere Dankbarkeit und unseren Respekt sowie die Aufklärung dieser unvorstellbaren und erschütternden Tat."
Die Grünen im rheinland-pfälzischen Landtag zeigen sich tief erschüttert. Fraktionschef Bernhard Braun sprach von einer "grausamen Tat": "Zwei junge Menschen haben in der vergangenen Nacht auf tragische Art und Weise ihr Leben verloren, während sie im Dienst der Gesellschaft, im Dienst für uns alle, ihren Beruf ausgeübt haben", teilte er mit. Die Fraktion trauere mit Angehörigen, Freunden und Kollegen der beiden Getöteten.