Wenn die Metal-Gemeinde einen der ihren verliert, dann wird es emotional. In einem berührenden Nachruf nimmt das Wacken-Festival Abschied vom verstorbenen Rose-Tattoo-Frontmann Angry Anderson.
Mikrofon in der Hand, die Arme weit ausgebreitet, geschlossene Augen und den Kopf weit in den Nacken gelegt - so präsentiert das Wacken-Festival die australische Rocklegende Angry Anderson im Nachruf auf seiner Internetseite. Man kann beim Betrachten des Fotos geradezu spüren, wie die Metalheads vor der Bühne den Sänger in diesem Moment anbeten.
"Manche Menschen hinterlassen mehr als Songs und Erinnerungen. Manche Menschen werden Teil der eigenen Geschichte", schreiben die Wacken-Macher in dem Nachruf auf Anderson. "Für das Wacken Open Air war Angry Anderson genau so ein Mensch."
Beim Wacken-Festival erinnert man sich voller Wehmut an den nun verstorbenen Sänger. "Vor mehr als 26 Jahren spielten Rose Tattoo zum ersten Mal auf dem Acker", heißt es in der Mitteilung auf der Wacken-Website. Anderson und seine Band hätten das Festival mitgeprägt. Bei einer Live-Aufnahme für ein Album habe Angry Anderson zum Publikum gesagt: "We are walking on Holy Ground." Frei übersetzt: Wir bewegen uns hier auf gesegnetem Boden.
"Dieser tätowierte, kompromisslose Rock'n'Roller auf der Bühne", so die Beschreibung der Wacken-Macher, sei ein unglaublich herzlicher, feiner Mensch gewesen. "Eine Legende ohne Allüren. Einer von uns."
Im Sinne Andersons: "We will keep walking on Holy Ground"
Die Gruppe Rose Tattoo gehörte zu einer der prägenden Größen des australischen Hardrock und ist bekannt für Lieder wie "Bad Boy for Love", "Rock 'n' Roll Outlaw" und "Stuck on You". Als Solokünstler landete Anderson 1987 mit "Suddenly" seinen größten Hit.
Niemand habe im Sommer geahnt, dass der Auftritt 2026 Angry Andersons letzte Wacken-Show sein würde, schreibt das Wacken-Festival nun. "We will keep walking on Holy Ground."