Fotofalle unweit von Franken gelingt außergewöhnlicher Schnappschuss
Autor: Manuel Dietz
Ilmenau, Freitag, 09. Oktober 2026
Einer Fotofalle unweit von Franken ist ein außergewöhnlicher Schnappschuss gelungen. Das Foto zeigt eine Raubkatze mit Jungtier.
Im Thüringer Wald unweit von Franken hat eine Fotofalle des Projekts "Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen" in der vergangenen Woche einen außergewöhnlichen Schnappschuss aufgenommen. Wie das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forstenam Donnerstag (8. Oktober 2026) mitteilt, zeigt das Foto die Luchsin Vreni mit einem Jungtier.
In München sorgt derweil die potenzielle Sichtung eines frei herumlaufenden Pumas in der Nähe des Flughafens für Aufregung. Ein Jäger hatte am späten Dienstagabend (6. Oktober 2026) mit einem Nachtsichtgerät ein verdächtiges Tier gesehen und gefilmt. Die Polizei startete umgehend eine großangelegte Suchaktion. Diese blieb bislang jedoch ohne Erfolg.
Luchs mit Jungtier in Thüringen gesichtet – Fotofalle gelingt Schnappschuss
Die Aufnahme der Luchse aus Thüringen entstand nach Angaben des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten südlich von Ilmenau, wo Vreni seit ihrer Auswilderung vor zwei Jahren ihr Revier habe. Auch Luchskuder Ionel habe sich in dieser Region niedergelassen. Demnach waren beide Tiere während der Paarungszeit zusammen auf Fotofallenaufnahmen zu sehen.
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Deshalb geht das Projektteam davon aus, dass Ionel "mit hoher Wahrscheinlichkeit" der Vater des auf den neuesten Aufnahmen zu sehenden Jungtiers ist. "Damit hätten erstmals zwei im Rahmen des Projekts ausgewilderte Tiere gemeinsam für Nachwuchs gesorgt", heißt es vonseiten des Ministeriums für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten. Das wäre "ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer dauerhaft bestehenden Luchspopulation". In Thüringen gehen die Projektpartner derzeit von rund 10 territorialen Tieren aus.
"Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen" setzt sich dafür ein, dass der Luchs langfristig in Thüringen heimisch wird und seine Lebensräume europaweit besser vernetzt werden. Neben Forschung und Monitoring setzt das Projekt auf Aufklärung, Dialog und Umweltbildung, um Wissen über den Luchs zu vermitteln und die Akzeptanz für seine Rückkehr zu stärken. Das Projekt ist Teil des europäischen Luchsexperten-Netzwerks Linking Lynx, das sich dem Erhalt und der Vernetzung der Luchspopulationen Mitteleuropas verschrieben hat. Viele der im Thüringer Wald ausgewilderten Luchse stammen aus dem Erhaltungszuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA).