Kürzere Wartezeit, weniger Personalbedarf: Ein neuer Gesetzentwurf soll den vollständig digitalen Check-in am Flughafen ermöglichen. Und das schon bald.
Das Einchecken am Flughafen soll für Reisende künftig vollständig digital möglich sein. "Wir machen den Check-in-Prozess am Flughafen effizienter, reduzieren Wartezeiten spürbar und ermöglichen eine durchgängige digitale und sichere Abfertigung – auf freiwilliger Basis", sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Gesetzentwurf soll heute vom Bundeskabinett verabschiedet werden.
Luftfahrtunternehmen wird demnach ermöglicht, Daten aus Reisepässen oder Personalausweisen insbesondere durch deren Chip auszulesen und für digitale Check-ins zu nutzen. Derzeit läuft die Flugabfertigung im Wesentlichen manuell ab. Künftig soll die digitale Reisekette durchgängig funktionieren.
Flughafen-Check-in bald komplett digital? Reisende sollen profitieren
Die klassische Abfertigung bleibt aber weiterhin möglich. Zur Hauptreisezeit im Sommer sollen die Änderungen bereits gelten. Schnieder sagte, Reisende und Wirtschaft profitierten gleichermaßen – "mit rund 1,1 Millionen Stunden weniger Wartezeit pro Jahr und einer Entlastung von etwa 63 Millionen Euro jährlich".
Auch personelle Engpässe in der Hauptreisezeit könnten so vermieden werden, weil am Gate weniger Personal benötigt werde. Reisende fliegen nach wie vor gerne in den Urlaub – wie das Statistische Bundesamt mitteilte, flogen im Sommer 2025 sogar 4,6 Prozent mehr Reisende ins Ausland als im Vorjahr. Der Trend ist auch am Flughafen Nürnberg spürbar.
Der Airport rechnete allein für die Osterferien 2026 mit einer Passagiersteigerung von knapp zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem ein Urlaubsziel ist bei den Reisenden beliebt. Zudem gibt es eine neue Direktverbindung vom Flughafen Nürnberg – das Land war in der Vergangenheit schon mal Teil des Flugplans und wurde nun wieder aufgenommen.