Weitere Angaben wollte der Sprecher zunächst nicht machen. Die Ermittler müssten den genauen Tathergang noch rekonstruieren. Unter anderem müsse geklärt werden, wie viele Schüsse abgegeben wurden. Auch das Motiv war zunächst unklar. Beide lebensgefährlich Verletzten kamen in Krankenhäuser.
Das Verbrechen ereignete sich am frühen Morgen gegen 7.30 Uhr vor einem Mehrfamilienhaus. Dem Tatort direkt gegenüber befindet sich eine Grundschule. Nach ersten Erkenntnissen hatte die Tat aber nichts mit der Grundschule zu tun, wie es von der Polizei hieß. Weder Kinder noch Lehrer wurden verletzt. Zudem habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Kinder und Lehrer bestanden, hieß es.
Polizeifachkräfte und Seelsorger betreuten die Kinder, die am Mittag mit Bussen nach Hause gebracht wurden. Auch die Schule habe sich um die Kinder gekümmert, sagte Retemeyer. Am Vormittag hatten sich Notfallseelsorger und Polizisten bemüht, die Schülerinnen und Schüler vom Einsatz und den damit verbundenen Eindrücken fernzuhalten.
Die Ermittler begannen am Vormittag mit den Untersuchungen des Tatorts. Unter anderem rückte eine Tatortgruppe zur Spurensicherung an. Nach der Alarmierung am Morgen hatte die Polizei einen Großeinsatz gestartet und die Straße rund um den Tatort für die Öffentlichkeit abgesperrt.
Originalmeldung vom 28.02.2023, 13 Uhr: 81-Jähriger schießt auf Schüler - gegenüber von Grundschule
Bei einer Schussabgabe sind am Dienstagmorgen (28. Februar 2023) in Bramsche bei Osnabrück zwei Menschen im Alter von 16 und 81 Jahren lebensgefährlich verletzt worden. Die Tat ereignete sich gegenüber einer Grundschule. Kinder und Lehrer wurden nach Polizeiangaben nicht verletzt.
Nach Erkenntnissen der Polizei hatte der 81 Jahre alte Mann gegen 7.30 Uhr auf der Straße mehrfach geschossen. Durch die Schüsse wurde ein 16-Jähriger aus Bramsche lebensgefährlich verletzt.
Senior schießt auf Schüler: Sie haben sich wohl gekannt
Den Angaben zufolge fügte sich der Täter anschließend offenbar selbst lebensgefährliche Verletzungen zu. Täter und Opfer sollen sich gekannt haben. Einen Zusammenhang mit der Grundschule schlossen die Ermittler zunächst aus.
Der 16-Jährige und der 81-Jährige wurden in Krankenhäuser gebracht und medizinisch versorgt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot am Einsatzort in der 30 000-Einwohnerstadt. Die Hintergründe der Tat waren zunächst nicht bekannt.
Die Schülerinnen und Schüler wurden am Vormittag von Seelsorgern und Polizisten versorgt, wie Polizeisprecherin Kim Junker-Mogalla sagte. "Man kümmert sich um die Schüler, sie werden ferngehalten von dem ganzen Einsatz und den Eindrücken."
Grundschüler waren nie in Gefahr: Womöglich haben sie die Tat gesehen
Es werde geklärt, was die Kinder mitbekommen haben. Auch für die Anwohner bestand der Polizei zufolge keine Gefahr. Gegen Mittag sollte der Unterricht abgebrochen und für die Schülerinnen und Schüler Busse bereitgestellt werden.
Die Ermittler begannen am Vormittag mit den Untersuchungen des Tatorts. Unter anderem rückte eine Tatortgruppe zur Spurensicherung an. Auch die Staatsanwaltschaft Osnabrück sei eingeschaltet worden, sagte die Polizeisprecherin.
Vorschaubild: © Sina Schuldt (dpa)