Änderungen im September 2026: Alkoholverbot, Steuererklärung und Co.
Autor: Ralf Welz, Agentur dpa
Berlin, Montag, 31. August 2026
Im September treten in Deutschland neue Gesetze und Regelungen in Kraft. Was gilt es dabei zu beachten? Alle wichtigen Informationen im Überblick.
Im September 2026 kommt es in Deutschland zu mehreren Änderungen und Neuerungen. Besonders relevant sind laut Bundesregierung strengere Regeln gegen irreführende Umweltwerbung, ein erweitertes Beratungsrecht für Lohnsteuerhilfevereine sowie ein Alkoholkonsumverbot an ersten Bahnhöfen.
Drei Bundesländer stehen indessen vor Wahlen. Und Anhänger einer Volksmusik-Sendung müssen sich von einem Dauerbrenner verabschieden. Was sich im September alles ändert - ein Überblick.
Änderungen im September 2026 - Alkoholverbote an Bahnhöfen und wichtige Wahlen
Im September wird in drei Bundesländern gewählt: Am 6. September findet in Sachsen-Anhalt die Landtagswahl statt. Kurz vor dem Urnengang sorgte BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht für Wirbel. Am 20. September folgen die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.
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In mehreren Etappen sollen alle deutschen Bahnhöfe alkoholfrei werden - der bundeseigene Konzern plant ein sogenanntes Alkoholkonsumverbot in allen 5400 Stationen. "Genug ist genug", erklärte Bahnchefin Evelyn Palla im Vorfeld. "Wir greifen jetzt noch härter durch. Wir wollen mehr Ordnung und Sicherheit auf unseren Bahnhöfen und in unseren Zügen."
Die neue Regelung soll bis zum 15. Oktober umgesetzt werden. Bereits ab dem 1. September sollen der Berliner Hauptbahnhof sowie die Bahnhöfe Berlin Gesundbrunnen, Kiel und Braunschweig alkoholfrei sein. Der Konsum in gastronomischen Betrieben der Bahnhöfe sowie das Mitführen verschlossener alkoholischer Getränke bleiben weiterhin gestattet.
Hilfe bei Steuererklärung - neues Beratungsgesetz kommt
Lohnsteuerhilfevereine dürfen mehr Menschen als bisher beraten. Bislang galt, dass nur Mitglieder zur Einkommensteuer beraten werden durften, deren Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit, ihrer Rente oder Unterhaltsleistungen kamen. Wer sogenannte Überschusseinkünfte wie Mieteinkünfte oder Kapitaleinkünfte hatte, fiel unter Umständen wegen einer Obergrenze heraus und konnte die Hilfe nicht in Anspruch nehmen.
Diese Obergrenze entfällt. Dadurch können nach Schätzung des Finanzministeriums rund 35.500 weitere Steuerpflichtige die Unterstützung eines Lohnsteuerhilfevereins in Anspruch nehmen. "Die Steuerberatung wird für Bürgerinnen und Bürger flexibler, zugleich wird Bürokratie für Beratende abgebaut", heißt es auf der Webseite der Bundesregierung.