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Köthen: Zwei Erwachsene und ein Kind verbrennen im Auto - Ersthelfer rettet Säugling


Autor: Redaktion

Köthen (Anhalt), Freitag, 15. Februar 2019

Schwerer Autounfall bei Köthen in Sachsen-Anhalt: Am Donnerstagnachmittag kommt ein Auto von der Landstraße ab, prallt gegen einen Baum und fängt sofort Feuer. Drei Menschen, darunter ein Kind, verbrennen im Wrack. Ein Ersthelfer kann einen Säugling retten.
Sachsen-Anhalt, Köthen: Feuerwehrleute und Rettungskräfte stehen auf einer Landstraße hinter einem ausgebrannten Auto. Bei dem Autounfall sind drei Menschen, darunter ein Kind, verbrannt. Ein Säugling wurde aus dem Wrack gerettet. Foto: Heiko Rebsch/dpa-Zentralbild/dpa


Bei einem furchtbaren Autounfall bei Köthen in Sachsen-Anhalt sind am Donnerstag gegen 16:45 Uhr drei Menschen ums Leben gekommen. Die beiden Erwachsenen und ein Kind verbrannten im Wrack des Autos, nachdem der Mazda im Ort Südliches Anhalt zwischen den Ortsteilen Baasdorf und Görzig von der Kreisstraße abgekommen und gegen einen Baum geprallt war. Der Wagen ging sofort in Flammen auf. "Die Insassen konnten sich vermutlich nicht befreien, weil sie eingeklemmt waren", so ein Polizeisprecher der Polizei Dessau-Roßlau. Ein Säugling konnte gerettet werden.

Auto fängt Feuer: Ersthelfer rettet Säugling

Ein am Unfall nicht beteiligter Autofahrer hielt sofort an der Unfallstelle an. Der Ersthelfer konnte einen Säugling mitsamt seiner Babyschale aus dem brennenden Wrack befreien. Leider konnte er nichts mehr für die anderen drei Insassen tun. Der Ersthelfer benötigte noch vor Ort psychologische Betreuung. Er steht unter Schock und wird von Seelsorgern betreut.

Nach Horror-Unfall: Identität der Opfer unklar

Der gerettete Säugling wurde noch vor Ort notärztlich versorgt und anschließend mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik gebracht. Zur Identität der Unfallopfer gibt es noch keine Informationen. Auch ist bislang völlig unklar, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Die Polizei Anhalt-Bitterfeld hat die Ermittlungen aufgenommen.

Laut Zeugenangaben sollen noch mehrere weitere Autofahrer an der Unfallstelle vorbeigefahren sein, ohne anzuhalten und Hilfe anzubieten.

Die Kreisstraße war nach dem Unfall voll gesperrt. Die Bergung des Fahrzeuges dauerte mehrere Stunden.

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