Astrid Glos (SPD)
1. Warum ist der Bezirkstag sinnvoll?
Das mag so sein, dass es hier erledigt werden könnte. Es wäre aber nur ein Mosaiksteinchen unter vielen Aufgaben, die eine Landkreisverwaltung oder die Regierung von Unterfranken zu erledigen hätte. Die Themen wie regionale Heimatpflege, Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung, soziale Hilfen, medizinische Versorgung, Naturschutz und Weinbau sind aber so vielschichtig, dass es gut ist, wenn man sich auf Bezirksebene austauscht.
2. Ihre Schwerpunkte?
Viele Einblicke, aufgrund meines Engagements, lassen mich bei den Sorgen unserer Mitmenschen sehen, wo Unterstützung notwendig ist. Mein „Rollentausch“ Ende August, als ich mir einen Überblick in der Altenpflege und der Betreuung psychisch Kranker verschaffen konnte, bietet mir die Möglichkeit, mich als Brückenbauerin einzubringen.
Allgemein sehe ich meine Schwerpunkte in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf – dabei auch der bezahlbare Wohnraum für alle. Wir brauchen eine bessere Finanzausstattung von Bezirk und Kommunen, Investitionen in Krankenhäuser und Heime, damit verbunden mehr Pflegepersonal, bessere Bezahlung und wohnortnahe Beratung. Wichtig sind mir aber die Menschen, daher Inklusion von Menschen mit Behinderung und Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Erarbeitung von tragfähigen Konzepten für diese Personen, aber auch familienfreundliche Angebote und Barrierefreiheit.
Steckbrief Astrid Glos:
verheiratet, zwei Kinder
Geburtstag: 5.6.1957
Wohnort: Kitzingen
Beruf: Diplom-Betriebswirtin (FH)
Ehrenamt: stv. SPD-Kreisvorsitzende, Stadt- und Kreisrätin, Leitung Arbeitslosenfrühstück, Vorsitzende des evangelischen Frauenbundes
Hobbys: Lesen, Südtirol
Foto: Karl Schönherr
Foto von Karl Schönherr