Tödlicher Bahnunfall in Burgkirchen an der Alz - Radfahrerin stirbt
Autor: Stefan Lutter
Burgkirchen an der Alz, Donnerstag, 09. April 2026
Am Mittwochabend ereignete sich in Oberbayern ein tödlicher Bahnunfall. Eine Seniorin wurde an einem unbeschrankten Bahnübergang erfasst.
Schreckliche Szenen spielten sich am Mittwochabend, 8. April 2026, an einem unbeschrankten Bahnübergang bei Burgkirchen an der Alz in Oberbayern ab: Eine Seniorin wollte mit ihrem Fahrrad die Gleise bei Lehner überqueren, als sich ein Güterzug näherte.
Der Lokführer gab akustische Warnsignale ab - doch die Radfahrerin wurde dennoch von dem Zug in Fahrtrichtung Burghausen erfasst und tödlich verletzt.
Bahnunfall in Burgkirchen: Radfahrerin stirbt an Bahnübergang
Laut Polizeipräsidium Oberbayern Süd überquerte die Dame gegen 19.25 Uhr mit ihrem Fahrrad den Bahnübergang, als sich ein Güterzug in Fahrtrichtung Burghausen näherte. Trotz mehrfacher akustischer Warnungen mittels Signalhorn wurde die Radfahrerin von dem herannahenden Zug erfasst und tödlich verletzt. Der 51-jährige Lokführer blieb unverletzt.
Wie die Polizei mitteilt, übernahm die Polizeiinspektion Burghausen die Ermittlungen zur Unfallursache unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein. Die genaue Unfallursache sowie der exakte Unfallhergang sind derzeit noch Gegenstand der polizeilichen Untersuchungen.
Die Freiwilligen Feuerwehren Burghausen und Dorfen waren mit insgesamt vier Einsatzfahrzeugen und zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Zudem wurde ein Kriseninterventionsteam hinzugezogen.
Polizei bittet um Zeugenhinweise
Der Polizei zufolge werden Hinweise aus der Bevölkerung erbeten. Wer sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen kann oder wem im Bereich des Bahnübergangs bei Lehner in Burgkirchen an der Alz zum Unfallzeitpunkt Besonderheiten aufgefallen sind, wird gebeten, sich an die Polizeiinspektion Burghausen unter der Telefonnummer 08677/9691-0 oder an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.
Burgkirchen an der Alz liegt im oberbayerischen Landkreis Altötting, rund acht Kilometer westlich von Burghausen direkt am Fluss Alz. Die Gemeinde zählt etwa 11.000 Einwohner und ist bekannt als bedeutender Chemiestandort im Bayerischen Chemiedreieck mit dem Werk Gendorf.