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Oktoberfest: Gedenkminute für toten Security-Mitarbeiter des "Hangover"


Autor: Agentur dpa

München, Donnerstag, 24. Sept. 2026

Traurige Stille im Festzelt: Hunderte gedenken eines getöteten Mitarbeiters eines Fahrgeschäfts. Was der Wiesn-Pfarrer den Gästen ans Herz legt.
In Stille gedachten die Menschen des Unfallopfers auf dem Oktoberfest vom vergangenen Montag.


Bei einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Oktoberfest in München haben Hunderte Menschen eines tödlich verunglückten Mitarbeiters gedacht. Es liege ein Schatten auf diesen frohen Tagen, sagte Pfarrer Sascha Ellinghaus. "Der Tod eines Menschen auf dem Oktoberfest erfüllt uns in der Freude dieses Festes mit tiefer Trauer." 

Daher solle jeder achtsam bleiben gegenüber denjenigen, für die die Festtage mit Schmerzen verbunden seien. Die Besucher des Gottesdienstes gedachten still des getöteten Mannes. Der Gottesdienst im Marstall-Zelt richtet sich an Schaustellerfamilien, Wiesen-Wirte und Marktkaufleute, aber auch andere Gäste sind traditionell eingeladen.

Unfallursache im "Hangover" auf Oktoberfest noch unklar

Der 52 Jahre alte Security-Mitarbeiter des Fahrgeschäfts "Hangover" – das ist ein 85 Meter hoher Freefall-Tower – war am Montagabend gegen 21.50 Uhr von der herunterfahrenden Gondel getroffen und eingeklemmt worden. Laut Fahrgeschäfts-Homepage beträgt die Fallgeschwindigkeit an dem Turm bis zu 90 Kilometer in der Stunde. 

Mit welcher Geschwindigkeit der Mann, der aus Serbien stammte, getroffen wurde, ist bisher unklar. Bevor die Gondel unten ankommt, wird sie deutlich langsamer. Der Mann erlitt so schwere Verletzungen, dass er starb. 

Die Unglücksursache ist bisher nicht geklärt. Hinweise auf einen technischen Mangel fanden sich nach Angaben des Betreibers nicht. Das Ordnungsamt gab das Fahrgeschäft anschließend wieder frei. Zwei Schwestern wurden tags darauf im Biergarten eines Festzelts auf der Wiesn zu Heldinnen.