Bundeswehr-Rekrut stirbt bei Ausbildung in Bayern - wenige Tage nach Dienstantritt

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Mittenwalder Gebirgsjäger-Rekrut stirbt bei Sportausbildung
Hinter dem Eingangsschild am Haupttor der Edelweiß-Kaserne in Mittenwald weht am 10. Oktober 2010 die deutsche Flagge ...
Mittenwalder Gebirgsjäger-Rekrut stirbt bei Sportausbildung
picture alliance / dpa

Die Edelweiß-Kaserne im bayerischen Mittenwald war in der Vergangenheit wiederholt in den Schlagzeilen. Jetzt ist ein Rekrut bei der als fordernd bekannten Sportausbildung zusammengebrochen.

Bei einer Sportausbildung ist ein Rekrut der Bundeswehr wenige Tage nach Dienstantritt bei den Mittenwalder Gebirgsjägern zusammengebrochen und gestorben. Der 23-Jährige habe einen Schwächeanfall erlitten, teilte die Bundeswehr mit.

Laut der Mitteilung war er sofort von sanitätsdienstlich qualifizierten Ausbildern erstversorgt und überwacht worden. Anschließend sei er in das Sanitätszentrum der Mittenwalder Edelweiß-Kaserne gebracht und dort reanimiert worden. Danach sei er in ein ziviles Krankenhaus in Garmisch-Partenkirchen gekommen. Dort sei er in Anwesenheit von Familienangehörigen gestorben. 

Untersuchung nach Tod von Gebirgsjäger-Rekrut in Mittenwalder Kaserne

Die Ausbildung bei den Gebirgsjägern gilt als körperlich besonders anspruchsvoll, häufig haben Rekruten den höchstmöglichen Tauglichkeitsgrad T1. "Der Vorfall wird mit allem Nachdruck und in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden untersucht", hieß es in der Mitteilung der Bundeswehr-Gebirgsjägerbrigade 23. Das psychosoziale Netzwerk der Bundeswehr stehe den Angehörigen sowie den betroffenen Soldatinnen und Soldaten zur Unterstützung zur Verfügung.

Die Edelweiß-Kaserne machte in den letzten Jahren wiederholt negative Schlagzeilen. 2010 war bekannt geworden, dass Rekruten bei ihrer Aufnahme teils ekelerregende und erniedrigende Aufnahmerituale absolvieren mussten, sogenannte Fuxtests. Unter anderem kursierten Berichte, wonach junge Soldaten zum Verzehr roher Schweineleber und zum Trinken von Alkohol bis zum Erbrechen genötigt worden waren. Die Bundeswehr reagierte daraufhin mit einem kompletten Austausch der Führung des Hochgebirgsjägerzuges.

2006 waren Mittenwalder Gebirgsjäger in die Kritik geraten, als nach einem Einsatz in Afghanistan Fotos aufgetaucht waren, die Soldaten posierend mit menschlichen Gebeinen zeigten.

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