Die landesweiten Kommunalwahlen in Bayern rücken näher. Gibt es für noch unentschlossene Wähler wieder den beliebten Wahl-O-Mat?
Am 8. März 2026 stehen in Bayern Kommunalwahlen an. Viele Wähler nutzen in Vorbereitung auf wichtige Wahlen gerne den "Wahl-O-Mat", um herauszufinden, welche Partei zu ihnen passt.
Für die anstehenden Kommunalwahlen steht das beliebte Online-Tool der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) jedoch nicht zur Verfügung. Warum?
Darum gibt es bei den Kommunalwahlen 2026 in Bayern keinen Wahl-O-Mat
Beim "Wahl-O-Mat" lässt sich auswählen, wie man zu bestimmten Themen steht. Die Ergebnisse werden dann mit den Angaben der einzelnen Parteien verglichen. Daraus ergibt sich, welche Partei bei diesen Fragen die ähnlichsten Positionen vertritt, wie man selbst.
Die Kommunalwahlen sind für dieses Prinzip jedoch untauglich, denn: Gewählt wird in über 2000 Städten und Gemeinden, wie sich auf der Homepage des Bayerischen Innenministeriums nachlesen lässt. Die Vielzahl an Kandidaten und Listen ist dementsprechend gewaltig.
Aus diesem Grund wäre ein landesweiter Wahl-O-Mat "technisch kaum umsetzbar", erklärt dazu der Radiosender Antenne Bayern. "Der Aufwand für eine solche Vielzahl an individuellen Fragen und Antworten" wäre "zu groß", zitiert Antenne Bayern die Bundeszentrale für politische Bildung.
Wahl-O-Mat in Franken: Diese Alternativen gibt es
Wer sich trotzdem informieren möchte, kann auf ein paar private Alternativen zurückgreifen.
- Der "Nürnberger Wahlnavigator" besteht aus 30 Fragen zu Nürnberger Themen und wird von "The Nuremberg Times" zur Verfügung gestellt. Wichtig zu beachten: Das Tool "stellt keine Wahlempfehlung dar", sondern solle lediglich dazu dienen, herauszufinden, welche Partei (in Stadt und dem Landkreis Nürnberger Land) zu dir passt.
- In Bamberg stellt der Verein "Kulturquartier Bamberg" ebenfalls einen privaten Wahl-O-Mat zur Verfügung. Er enthält laut eigenen Angaben "Fragen zu verschiedenen Bamberger Kulturthemen", die nur wenige Minuten in Anspruch nehmen.
- Für Erlangen gibt es den "Funk-O-Mat", ein Projekt von "funklust", der studentischen Multimedia-Initiative der FAU Erlangen-Nürnberg. Das Augenmerk des Fragebogens liegt "auf studentisch relevanten Themen", heißt es.
- Auch in Fürth gibt es einen privaten Wahl-O-Mat: "Voto - mein Wahlcheck", der gemeinsam vom Stadtjugendring und vom Fürther Jugendrat "mit aktiver Beteiligung junger Menschen aus Fürth" entwickelt wurde, heißt es.