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Geplantes Sparpaket: Kliniken sehen Versorgung in Bayern gefährdet


Autor: Agentur dpa

Bayern, Mittwoch, 08. Juli 2026

Ein Gesetz soll einen weiteren Anstieg der Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung verhindern. Doch die Bayerische Krankenhausgesellschaft schlägt Alarm.
Die geplanten Einsparungen im Gesundheitswesen könnten bayerische Kliniken finanziell stark belasten und die Patientenversorgung erheblich verschlechtern.


Die vorgesehenen Einsparungen in der gesetzlichen Krankenversicherung werden laut Berechnungen der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) ein Milliardenloch in die Budgets der Kliniken reißen. Dadurch könnte sich die Patientenversorgung in Bayern erheblich verschlechtern.

Falls das Gesetz wie geplant am Freitag (10. Juli 2026) im Bundestag verabschiedet wird, erwartet die BKG, dass den Kliniken im Freistaat bis zu 1,4 Milliarden Euro fehlen könnten. Der Verband warnte daher vor einem "ungesteuerten Abbau" von Leistungen.

Gesetz soll Krankenversicherungsbeiträge bremsen - bayerische Kliniken empört

"Der Bund darf sich nicht vor seiner Verantwortung verstecken und die Lasten auf Patientinnen und Patienten sowie auf die Beschäftigten im Gesundheitswesen abwälzen", sagte die BKG-Vorsitzende Tamara Bischof, im Hauptberuf Kitzinger Landrätin. Die schwarz-rote Bundesregierung will das Sparpaket für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) am Freitag beschließen lassen, dann soll es direkt in den Bundesrat kommen. 

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Die Ländervertretung könnte das Verfahren noch bremsen. Das Gesetz soll einen weiteren Anstieg der Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung verhindern. Der medizinisch notwendige Versorgungsbedarf der Bevölkerung sollte eine Reform bestimmen, mahnte bereits der deutsche Ärztepräsident Klaus Reinhardt. Die Bayerische Krankenhausgesellschaft wirft der Bundesregierung nicht nur vor, dass ohne ausreichenden finanziellen Ausgleich des Bundes gespart werden soll, sondern auch, dass die GKV-Reform die Kosten der Krankenhäuser sogar in die Höhe treiben könnte.

Dabei geht es um die verschärfte Kontrolle der Krankenhausabrechnungen. Im Koalitionsvertrag seien ausdrücklich Stichprobenprüfungen vorgesehen, sagte Geschäftsführer Roland Engehausen. "Nun sollen die Kliniken aber künftig um jede einzelne Rechnung mit den Krankenkassen feilschen müssen, wodurch die Verwaltungsbürokratie massiv steigen wird." Die Krankenkassen leiden unter einem massiven Defizit. Neue Sparmaßnahmen wurden deshalb in den vergangenen Wochen diskutiert.

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