Viel Arbeit für den Wallenfelser Bauhof

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Freibad und Zeltplatz beschäftigen den Wallenfelser Bauhof. Aktuell laufen die Arbeiten an der Zufahrt zum Wasserwachtheim und Technikgebäude des Freibades. Folgen soll die komplette Erneuerung des Sanitärbereichs am Zeltplatz. Stadt Wallenfels
Freibad und Zeltplatz beschäftigen den Wallenfelser Bauhof. Aktuell laufen die Arbeiten an der Zufahrt zum Wasserwachtheim und Technikgebäude des Freibades. Folgen soll die komplette Erneuerung des Sanitärbereichs am Zeltplatz.  Stadt Wallenfels

Im Freibad wird die Zufahrt zum Technikgebäude und zum Wasserwachtheim erneuert, beschloss der Bauausschuss. Der Zeltplatz erhält ein neues Sanitärgebäude.

Freibad und Zeltplatz werden in den kommenden Wochen Arbeitsschwerpunkte für den Wallenfelser Bauhof sein. Dies beschloss der Bauausschuss des Stadtrates in seiner jüngsten Sitzung. Aktuell laufen bereits die Arbeiten an der Zufahrt zum Technikgebäude und zum Wasserwachtheim. Die Fläche war zuletzt in einem maroden Zustand und die Erneuerung bereits seit Jahren auf der Projektliste des Stadtrates.

Vorarbeiter Ralf Stöcker erläuterte den Stadträten den aktuellen Stand. Man sei auf einige unerwartete Problem gestoßen. So liege im Baufeld ein Schacht für die Dränage des angrenzenden Fußballplatzes und der Liegewiese des Freibades: "Leider droht der Schacht einzubrechen, so dass wir ihn ersetzen müssen." Zu beachten sei auch, dass in der Nähe der Grundstückgrenze eine Stromleitung verlaufe. Die Räte entschieden sich deshalb dafür, statt einer vorgesehenen Hecke in diesem Bereich nur einzelne Büsche als Sichtschutz zu pflanzen.

Wie Ralf Stöcker weiter erklärte, werde im Rahmen der Arbeiten auch die Wasserleitung zum Wirtschaftsgebäude erneuert. Der Bauhof führt die Maßnahme zum großen Teil in Eigenregie durch. Für die abschließenden Asphaltierungsarbeiten hat das Wallenfelser Unternehmen Schmittnägel-Bau den Zuschlag erhalten, den Zaun und das Eingangstor errichtet die Firma Metallbau Hofmann.

Komplett erneuert wird das Sanitärgebäude auf dem Zeltplatz, der im Sommer gerade auch bei Schulen und Jugendgruppen beliebt ist. Die Anlage ist in die Jahre gekommen. Die Waschbecken entsprechen nicht mehr dem Standard und die Balken des Fachwerks sind gerade in Bodennähe morsch. Geschäftsleiter Frank Jakob erläuterte den Vorschlag für die Erneuerung des Gebäudes: Vorgesehen ist demnach, die Wände teilweise aufzumauern und den Rest in einer Holzständerkonstruktion zu errichten. Die Waschgelegenheiten sollen in Edelstahl ausgeführt werden. Anders als jetzt soll das Gebäude künftig nicht offen sein, sondern durch ein Schiebetor verschlossen werden können.

Auch diese Maßnahme wird in Eigenregie durch den Bauhof durchgeführt. "Unser Bauhof hat auch dieses Jahr ein straffes Arbeitsprogramm vor sich", erklärte Bürgermeister Jens Korn. Erstmals liege für dieses Jahr ein komplettes Maßnahmenprogramm vor, das auch mit entsprechenden Arbeitsstunden hinterlegt sei, ergänzte Geschäftsleiter Frank Jakob. Dieses lasse nur noch wenig Spielraum für weitere größere Maßnahmen.

Die Stadträte beschäftigten sich im weiteren Verlauf mit der Neugestaltung des Marktplatzes. Für die Fassade des Gebäudes Marktplatz 4 trafen sie eine Vorauswahl aus den insgesamt neun Varianten, die vom Architekturbüro SRAP vorgeschlagen wurden. Welche Variante letztendlich realisiert wird, entscheidet der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung. Wie Bürgermeister Jens Korn erklärte, sollen die Ausschreibungen im April durchgeführt werden, um schließlich ab Juni mit den Arbeiten beginnen zu können.

Bauabschnitte am Marktplatz

Im Weiteren befassten sich die Mitglieder des Bauausschusses mit der Gestaltung der Freiflächen am Marktplatz. "In den kommenden Jahren müssen wir ein umfangreiches Investitionsprogramm abarbeiten. Am Marktplatz haben zunächst die Gebäude Marktplatz 4 und das Ärztehaus in der ehemaligen Schmidtbank Vorrang. Wir sollten daher die Freiflächengestaltung in Bauabschnitte aufteilen und zunächst mit der Grünflache und dem Aufgang zur Frankenwaldstraße beginnen", erklärte Bürgermeister Jens Korn. Diese Ansicht teilten auch die Mitglieder des Bauausschusses: "Wichtig ist, dass sich sichtbar etwas tut", so Marco Fischer (FW). Auch zu dieser Frage wird der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung das letzte Wort haben.

Intensiv beschäftigten sich die Ausschussmitglieder mit dem Friedhof in der Schnaid. Im vergangenen Herbst hatte es dort einen Ortstermin gegeben, bei dem ein Vorgehen für die Sanierungsarbeiten festgelegt wurde. Damals hatten die Stadträte beschlossen, zunächst die sicherheitsrelevanten Fragen wie Absturzsicherungen und Mauern anzugehen. "Sturm Sabine hat unseren Plan leider zunichte gemacht", stellte Bürgermeister Jens Korn fest. Durch einen entwurzelten Baum wurde ein komplettes Feld des Zaunes aus der Verankerung gerissen. Damit sei klar, dass der Wiederherstellung der Einfriedung höchste Priorität zukomme. Da diese jedoch rund um den gesamten Friedhof in einem schlechten Zustand sei, müsse sie komplett erneuert werden, wie Geschäftsleiter Frank Jakob feststellte. Den Stadträten war dabei wichtig, eine Konstruktion zu finden, die in der Hanglage auch Nachbesserungen zulässt. Die Verwaltung wurde beauftragt, mit den Grundstückseigentümern im Umfeld Gespräche zu führen.

Einstimmig sprach sich das Gremium dafür aus, an der Ortsstraße zwischen Schnappenhammer und Kleinthiemitz eine Leitplanke anzubringen und in der Vorderen Schnaid zum Teil das Geländer an der Durchfahrt zu erneuern.

Am Ortseingang soll eine zusätzliche Laterne aufgestellt werden, diesen Vorschlag hatte Stadtrat Bernd Stöcker (CSU) eingebracht.