Das landkreisübergreifende interkommunale Bündnis für den Ostast der Stadt-Umland-Bahn (Libos) hat Gespräche mit Umweltminister Thorsten Glauber (FW) geführt.
Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (FW) war zu Besuch in der Verwaltungsgemeinschaft Uttenreuth. Beim landkreisübergreifenden interkommunalen Bündnis für den Ostast der Stadt-Umland-Bahn, der Initiative Libos, informierte sich der Abgeordnete und Umweltminister Thorsten Glauber aus Pinzberg über die anvisierte Streckenverlängerung der Stadt-Umland-Bahn (StUB) in den Erlanger Osten. Aktuell läuft das Raumordnungsverfahren für den Linienverlauf der Stadt-Umland-Bahn zwischen Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach. Parallel hierzu setzt sich das landkreisübergreifende Bündnis für den Ostast für die Erweiterung des geplanten Straßenbahnnetzes in den Erlanger Osten ein. "Die Einwohnerzahlen in den Gemeinden um Erlangen steigen stetig an und folglich auch die verkehrlichen Belastungen. Aus diesem Grund finde ich es wichtig, dass sich die zuständigen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für eine leistungsfähige, umweltfreundliche und zukunftsorientierte Nahverkehrslösung engagieren. Ein gut ausgebauter ÖPNV leistet einen wertvollen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz", betont Thorsten Glauber. Er war auf Einladung der Libos-Initiative nach Uttenreuth gekommen, um sich über den Sachstand zu informieren.
14 Gemeinden engagiert
Insgesamt 14 Gemeinden aus den Landkreisen Erlangen-Höchstadt und Forchheim sowie die Stadt Erlangen schlossen sich im April 2018 zusammen, um den Ostast der Stadt-Umland- Bahn erneut untersuchen zu lassen. Auf Basis der beiden Bürgerentscheide zur Stadt-Umland-Bahn im Landkreis Erlangen-Höchstadt 2015 und in Erlangen 2016 wurde bislang nur der Streckenabschnitt Nürnberg - Erlangen - Herzogenaurach weitergeplant. Die Libos-Initiative fordert eine zusätzliche StUB-Strecke von Erlangen in Richtung Osten über Neunkirchen am Brand bis nach Eschenau mit dortiger Anbindung an die Gräfenbergbahn. "Seit der Nutzen-Kosten-Untersuchung aus dem Jahr 2012 haben sich mit Blick auf die Prognosen der Bevölkerungs- und Pendlerzahlen Veränderungen ergeben. Nach einer ersten gutachterlichen Einschätzung überwiegen auch beim Ostast die positiven Entwicklungen", sagte der Sprecher der Libos-Initiative, Buckenhofs Bürgermeister Georg Förster (FW). Er kündigte an: "Aus diesem Grund soll eine neue Nutzen-Kosten-Untersuchung in Auftrag gegeben werden. Dies bedarf einer Abstimmung mit den Untersuchungen für den abschließenden Zuwendungsantrag für die Stadt-Umland-Bahn."
Die Planungen des Zweckverbands gehen weiter
Neben den aktuellen Entwicklungen zum Ostast berichtete der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn über die in den vergangenen zwei Jahren erarbeiteten Planungsergebnisse zur StUB für den Abschnitt Nürnberg - Erlangen - Herzogenaurach. Unter der Einbindung der Bürger sowie Verbände und Organisationen wurden insgesamt 100 mögliche Linienführungen in einem mehrstufigen Verfahren vom beauftragten Ingenieurbüros untersucht und bewertet. "Mit der aus planerischer Sicht aussichtsreichsten Linienführung für die Strecke der StUB von Nürnberg über Erlangen nach Herzogenaurach sind wir in das Raumordnungsverfahren gestartet. Die Regierung von Mittelfranken prüft nun noch einmal kritisch alle vorgelegten Untersuchungsergebnisse", erläuterte German Hacker (SPD), Verbandsvorsitzender des Zweckverbands Stadt-Umland-Bahn und Bürgermeister der Stadt Herzogenaurach. Er erklärte weiter: "Nach Erhalt der landesplanerischen Beurteilung werden wir Anfang 2020 mit den detaillierten Planungen beginnen. Wir hoffen, dass parallel dazu die Gemeinden den Ostast weiterverfolgen können."