2018 war für Markt Einersheim ein Jahr der Großprojekte, allen voran die Einweihung des Terrassenbades nach der Generalsanierung.
2018 war für Markt Einersheim ein Jahr der Großprojekte, allen voran die Einweihung des Terrassenbades nach der Generalsanierung. Der Einweihungstag kam einem sprichwörtlichen Feiertag gleich, erlebten doch über 500 Bürger einen schönen Tag im Freibad und damit einen Meilenstein in der Dorfgeschichte. Mit knapp 3,1 Millionen Euro war die Generalsanierung seit Jahren das größte Projekt für die Gemeinde, die durch einen Zuschuss vom Bund mit einer Millionen Euro erleichterte wurde. "2018 war ein sehr erfolgreiches Jahr für uns", resümierte Bürgermeister Herbert Volkamer, denn die Gemeinde habe mit großem Gemeinschaftsgeist viel erreicht und viele Bürger würden sich ehrenamtlich für die Gemeinde engagieren.
In der Bürgerversammlung am Mittwoch ging der Bürgermeister auf wichtige Themen des abgelaufenen Jahres ein. Dazu zählte das Verwesungsproblem im Friedhof, in dem nur noch für die Übergangszeit von einem Jahr erdbestattet werden kann. Eine Lösung für die Zukunft müsse nun in Zusammenarbeit von Kirchengemeinde, politischer Gemeinde und externen Experten gefunden werden.
Froh war der Bürgermeister über der Realisierung des Bläserwaldwegs, bei dem 50 Grundstücksbesitzer unter einem Hut gebracht wurden. Im Jugendtreff, dem Haus der Kinder und in der Grundschule Hellmitzheimer Bucht inklusive der Mittagsbetreuung läuft alles problemlos. Das Ortsoberhaupt informierte auch über die Fortschritte in der interkommunalen Allianz 7/22 Südost und Entwicklungen der kommunalen Infrastruktur wie der Installation einer Ladestation für Elektrofahrzeuge, die heuer in Betrieb gehen soll.
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Auch die Kirchengemeinde nahm ein Großprojekt in Angriff mit dem Abbruch der Alten Schule und des Dekanatsgebäudes und dem folgenden Neubau. Die Gemeinde entwickelte sich auch in der touristischen Infrastruktur weiter. Die Gemeinde nahm dafür rund 100 000 Euro in die Hand, mit dem Vogelsangbalkon eine Aussichtsplattform mit Weinwanderhütte zu errichten, die einen tollen Blick beschert. Das ein paar Meter weiter stehende Wengertshäuschen saniert die Gemeinde ebenfalls und wird dafür nochmals geschätzte 50 000 Euro investieren. Mit dem Vogelsangbalkon weihte die Gemeinde auch noch den Traumrunden-Premiumwanderweg ein, wozu der Bürgermeister den ehrenamtlichen Einsatz der Wanderwarte Gerhard Koch, Ludwig Deininger, Christian Lackner und Walter Schmidt würdigte. Heuer wird auch noch ein Schenk-Carol-Rundweg angelegt, der vom Rathaus hinauf zum Vogelsangbalkon führt und auf zehn Stelen viele Informationen zum Dorf mit seiner Geschichte und Attraktionen bietet.
Für dieses Jahr steht die Einrichtung eines Museums im Würzburger Tor auf der Agenda, dazu erhofft sich die Gemeinde Leader-Fördergelder. Baulich läuft aktuell wieder ein Großprojekt mit dem Umbau und Anbau des Alten Kindergartens, den der Diakonieverein erworben hat und dort seine neue Diakoniestation einrichtet und eine Tagespflegeeinrichtung mit 16 Pflegeplätzen baut. Die politische Gemeinde begrüßte das Projekt sehr und unterstützt das Vorhaben mit einem Zuschuss von 400 000 Euro. "Das ist ein ganz wichtiges Projekt für unser Dorf", sagte der Bürgermeister und unterstrich wie froh er darüber ist. Laut Dekan Ivo Huber ist die Einweihung für den Pfingstsonntag geplant. "Das ist jetzt für uns eine ganz andere Nummer, denn wir sind jetzt ein weit größerer Arbeitgeber", erklärte der Dekan. Etwas früher, voraussichtlich im Frühjahr, gibt es bei der Feuerwehr etwas einzuweihen. Denn die Wehr bekommt ein neues Löschfahrzeug HLF 10, das 280 000 Euro kostet. Damit wird die Wehr künftig fahrzeugtechnisch bestens aufgestellt sein.
"Wir im Gemeinderat und in der Verwaltung machen unsere Arbeit gerne, wenn man merkt, dass sich etwas bewegt", versicherte Herbert Volkamer. Trotz der enormen Investitionen der vergangenen Jahre und auch in diesem Jahr, steht die Gemeinde relativ gut da. Dass die Gemeinde weiter schuldenfrei bleibt, dafür sorgte die positive Entwicklung der sprudelnden Gewerbesteuereinnahmen in den vergangenen beiden Jahren und auch heuer sieht es gut aus. Die Eckdaten für den Haushalt sehen vor, dass Markt Einersheim durch die Rücklagenentnahme auch heuer keine Schulden machen muss, auch weil für 2018 ein Haushaltsüberschuss von 750 000 Euro zu erwarten sei. "Wir können alles finanzieren und werden mit einer schwarzen Null hinkommen", verkündete das Ortsoberhaupt und erntete damit viel Applaus von den rund 70 Bürgern.
Herbert Volkamer hatte noch die gute Nachricht, dass derzeit keine Gebührenerhöhung für Wasser und Abwasser vorgenommen wird. Mit 1,55 Euro pro Kubikmeter Abwasser und 1,76 Euro für Frischwasser hat Markt Einersheim weiterhin vergleichsweise moderate Gebühren. Dass es aus den Bürgerreihen keinerlei Kritik und nur wenige Wünsche gab, rundete den harmonischen Verlauf der Bürgerversammlung ab.