Handball in Coburg: So sollen mehr Besucher in die Huk-Arena gelockt werden

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Foto: privat
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Phillipp Rebhan hat als neuer Leiter Marketing & Vertrieb beim HSC klare Vorstellungen, wie wieder mehr Fans in den Handball-Tempel gelockt werden können.

Phillipp Rebhan ist seit Kurzem offizieller Leiter Marketing & Vertrieb beim HSC 2000 Coburg. Wir haben uns mit dem neuen Mann beim Tabellenzweiten der Handball-Bundesliga unterhalten.

Hallo Herr Rebhan, willkommen zurück in der Heimat! Sind Sie schon wieder nach Neustadt gezogen oder leben Sie aktuell "aus dem Koffer"?

Phillipp Rebhan: Der Umzug nach Neustadt läuft momentan noch, deshalb lebe ich zurzeit tatsächlich noch ein wenig aus dem Koffer. Nachdem ich aber so oft wie möglich in den letzten Jahren in Neustadt zu Besuch war, ist das kein Problem und ich komme damit gut zurecht.

Sie hatten während ihrer letzten Arbeitstage beim ERC Ingolstadt noch richtig Programm - drei Spiele zwischen Weihnachten und Silvester. Wann legen Sie beim HSC 2000 Coburg los?

Die freien Tage zwischen den Spielen habe ich natürlich voll genossen und entspannte Stunden mit der Familie verbracht. Natürlich wurde in der Zeit dann auch Handball und Eishockey geschaut. Das letzte Heimspiel in Ingolstadt habe ich nochmal genießen und mit einem Heimsieg einen schönen Abschluss feiern können. Trotzdem brenne ich jetzt darauf, endlich beim HSC loslegen zu können.

Die Meldung, dass Sie ab Januar als Leiter Marketing & Vertrieb beim HSC 2000 Coburg anfangen, kam für viele recht überraschend. Wie waren die Reaktionen in ihrem Umfeld?

Die Reaktionen haben mich wirklich sehr gefreut. Mich haben unglaublich viele positive Nachrichten erreicht, die zeigen, wie wichtig der HSC den Menschen in der Region ist. Natürlich ist es für meine Familie, Freunde und mich etwas ganz besonders, dass ich wieder in die Heimat komme und bei diesem tollen Club die Zukunft mitgestalten darf.

Wie kam der Kontakt zum HSC zustande und weshalb gehen Sie ausgerechnet jetzt diesen Schritt? Sie sagen ja, dass Sie sich beim ERC Ingolstadt pudelwohl gefühlt haben.

Der Kontakt zum HSC kam über Matthias Dietz zustande und ich habe mich sehr über seinen Anruf gefreut. Wir haben dann in den ersten Gesprächen mit Matthias, Stefan Apfel und Michael Häfner schnell gemerkt, dass wir auf einer Wellenlänge sind und wir die selbe Vision für den HSC teilen. Die Chance, einen Club im Profisport in seiner Heimat mitzugestalten, ist wirklich selten. Der HSC 2000 Coburg ist auf einem fantastischen Weg und da ist mir die Entscheidung leicht gefallen.

Welche Ziele sollte sich der HSC im Management stecken? Wo wollen Sie dem Verein hin?

Entscheidend ist, dass man auch über Coburg hinaus den HSC als den Topclub der Region wahrnimmt. Spitzensport in der Region ist nicht selbstverständlich und ein tolles Aushängeschild. Das wollen wir vermehrt in der Öffentlichkeit verankern. Außerdem wollen wir natürlich ein zuverlässiger Partner für Fans und Sponsoren sein. Gerade Sponsoren können das emotionale Umfeld als tolle Plattform nutzen. Das gilt es nun zu vermitteln.

Handball ist in Coburg ein Volkssport, der HSC ein sehr emotionales Pflaster. Wie sehen Sie das?

Genau das macht doch Sport aus. Er ist emotional und begeistert die Menschen. Darum liebe ich es auch, in so einem Umfeld zu arbeiten. Jeder hat einen anderen Blick auf den HSC 2000 Coburg, dementsprechend freue ich mich auch über viel Feedback und die unterschiedlichen Sichtweisen.

Der HSC hat trotz großer Verletztenproblematik eine hervorragende Hinrunde gespielt und überwintert auf Platz 2. Wie schätzen Sie die sportliche Ausgangslage jetzt ein?

Verletzungspech kommt in fast jeder Saison vor. Entscheidend ist aber, wie eine Mannschaft damit umgeht. Da kann man dem Team nur höchsten Respekt aussprechen. Die Leistungen der Mannschaft - wenn diese denn hoffentlich so bleiben - sollten in der Rückrunde dann auch regelmäßig mit einer vollen Arena belohnt werden.

Ist der Aufstieg in die 1. Bundesliga gerade aus wirtschaftlicher Sicht jetzt ein Muss?

Der HSC Coburg hat starke und treue Sponsoren, die das Team unabhängig von der Liga unterstützen. Die Vermarktung in der 1. Bundesliga bietet natürlich neue Chancen, aber automatisch einfacher wird es nicht.

Hinter der Vermarktung muss ein sinnvolles Konzept stehen, dass den Partnern einen Mehrwert für ihr Engagement bietet und zu dem jeweiligen Unternehmen passt.

Zum Schluss könnten Sie noch folgenden Satz beenden: Der HSC Coburg fasziniert mich weil, ...

... er mit seinem Potenzial und seiner lebendigen Fankultur ein großes Aushängeschild für die Region ist.

Die Fragen stellte Dietrich Mai