Gewerbegebiet, Kreisverkehr und Wohngebiet - die Gemeinde hat viel vor. Die Bürger sind im großen und ganzen mit der Arbeit der Verantwortlichen zufrieden.
Im vergangenen Jahr wurden verschiedene Themen aufgrund der damals in aller Munde liegenden Straßenausbau-Beitragssatzung (STRABS) bei der Bürgerversammlung stiefmütterlich behandelt. Bei der Tour der Bürgergespräche 2018 durch die Gemeindeteile wurde dies jetzt im voll besetzten evangelischen Gemeindezentrum, letzte Etappe für dieses Jahr, nachgeholt. Bürgermeister Rolf Rosenbauer berichtete über Aktuelles aus dem Gemeindegeschehen, über den Sachstand diverser Baumaßnahmen und eröffnete Möglichkeiten für ein Bürgergespräch.
Zahlreiche Baugebiete seien erstellt oder im Entstehen. Dazu gehören Untersiemau, Obersiemau, Meschenbach und Birkach am Forst. Die Nachfragen seien groß. Die Zuzugswilligen - ob privat oder gewerblich - sehen eine große Chance durch die einmalige Anbindung der Gemeinde an das Straßennetz. Da Neubauten meist von jungen Familien bezogen würden, bringe dies auch einen erhöhten schulischen sowie Bedarf an Kindergärten und Krippen mit sich. In der Grund- und Mittelschule wurde die Mittagsbetreuung erweitert (täglich 84 Kinder). An das Kinderhaus "Regenbogen" wurde ein Trakt angebaut. Diese Erweiterung, so Rosenbauer, sei bereits schon jetzt zu wenig, sodass über eine Interimslösung für vier bis fünf Jahre in Modulbauweise diskutiert werde.
Das ist der Lebensanfang, stellt der Bürgermeister fest, doch es gebe auch ein -ende. Aufgrund des steigenden Bedarfs werde das halbanonyme Gräberfeld des Friedhofs Untersiemau nach Süden hin erweitert. Ferner werde die Toilettenanlage saniert.
Vom Traurigen ins Heitere
Anschließend wechselte er das Thema vom Traurigen zum Heiteren. Zahlreiche Veranstaltungen werden das Jahr über angeboten. Der Höhepunkt sei die Einweihung des Freizeitgeländes "Piratenbucht" gewesen. Dieser Abenteuerspielplatz ziehe seitdem große und kleine Gäste aus Nah und Fern an den Schlossteich.
Auf den Gelände des Bauhofs werde aus Platzgründen der Wertstoffhof erweitert. Das Gewerbegebiet Süd ist bereits seit Jahren am Wachsen und werde derzeit als Gewerbering ausgebaut. Noch heuer sollen die Bauarbeiten fertig werden. Auch Bewerber für die Flächen seien da. Die Gemeinde führe ein Straßenzustands-Verzeichnis, in dem die Straßen in Schadensklassen eingeteilt seien, erläutert Rolf Rosenbauer. Danach würde die Dringlichkeit der Renovierungen der Verbindungswege eingeteilt. Die lange geplante Sanierung der Ortsdurchfahrt Untersiemaus war wegen der drohenden STRABS auf die lange Bank geschoben. Doch voraussichtlich 2020 soll damit begonnen werden.
Die Gebiete für schnelles Internet sollen in der Gemeinde Zug um Zug voran gebracht werden. Ziel solle eines Tages sein, dass Glasfaser in jedes Haus gelange - in Vectoring-Technik, die Übertragungs-Geschwindigkeiten von 50 bis 60 MBit zulasse. Doch die Hauptarbeiten in Untersiemau seien zur Zeit der Kreisverkehrsplatz sowie das Gewerbegebiet Nord, Richtung B4 Coburg - Bamberg.
Die Straßenzüge im neuen Gewerbegebiet würden sich bereits abzeichnen, erläuterte Rosenbauer bei seinem Vortrag. Für dieses neu angelegte Areal lägen bereits interessante Bewerbungen vor. So ziehe Netto von der Hutstraße in das Gelände. Eine Tankstelle habe ihr Interesse bekundet. Mit den Endplanungen für den Kreisverkehrsplatz soll gleich zu Beginn 2019 begonnen werden. Die Verantwortlichen hoffen, dass bei guten Bedingungen im Mai mit den Baumaßnahmen begonnen werden könne.