Zypern: Mehrere Tote bei Fährunglück - Rettungsaktion dauert an
Autor: Redaktion, Agentur dpa
Zypern, Sonntag, 30. August 2026
Eine Fähre mit über 250 Passagieren an Bord ist vor Nordzypern gekentert. Die Rettungsaktion läuft noch, es gibt mehrere Todesopfer.
Bei einem Fährunglück vor der Insel Zypern sind mindestens sechs Personen ums Leben gekommen. Das Schiff mit über 250 Reisenden kenterte kurz nach dem Auslaufen aus der Hafenstadt Kyrenia, wie der nordzyprische Premierminister Ünal Üstel laut der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu mitteilte.
Das Schiff war auf dem Weg nach Mersin im Süden der Türkei. 172 Personen konnten gerettet werden. Die Rettungsaktion dauert weiterhin an. Laut dem zyprischen Verkehrsminister Erhan Arikli drang Wasser in die Fähre ein, woraufhin ein Notruf abgesetzt wurde.
Fährunglück vor Nordzypern
Auf Bildern des Senders CNN Türk war zu erkennen, wie Menschen in Rettungswesten darauf warteten, in Sicherheit gebracht zu werden. Ein Helikopter kreiste über ihren Köpfen. Dem Sender zufolge versuchte der Kapitän, zunächst noch umzukehren. Der türkische Vizepräsident Cevdet Yilmaz schrieb auf X, dass die türkische Küstenwache bei der Rettung unterstütze. Die Fähre vom Typ Katamaran sei gekentert.
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Der Notruf wurde laut türkischen Behörden vier Seemeilen vor der Küste abgesetzt. Warum Wasser in das Schiff eindringen konnte, war zunächst unklar. Verkehrsminister Arikli erklärte gegenüber türkischen und zyprischen Medien, dass sich insgesamt 267 Menschen auf der Fähre befanden, darunter 259 Passagiere und 8 Crewmitglieder.
Zypern ist seit 1974 nach einem Putsch nationalistischer griechischer Zyprer und einer darauffolgenden türkischen Militärintervention de facto geteilt. 1983 wurde die Türkische Republik Nordzypern (KKTC) ausgerufen, die weltweit nur von der Türkei anerkannt wird. 2004 trat die Insel Zypern als Ganzes der EU bei.