Zypern: Corona-Mutation tötet 300.000 Katzen - Behandlung sehr teuer
Autor: Florian Hauner
Zypern, Dienstag, 01. August 2023
Auf Zypern sind 300.000 Katzen an einer Corona-Mutation gestorben. Weitere Todesfälle sollen folgen. Eine Aufsicht auf Rettung für die Katzen gibt es nicht, denn die Medikamente für die Fellnasen sind sehr teuer.
- Corona-Mutation tötet 300.000 Katzen auf Zypern
- Infektion über Speichel, Nasensekret und Kot
- Medikamente sind sehr teuer
Zypern ist als Urlaubsinsel bei den Menschen durchaus beliebt. Doch auch viele Katzen fühlen sich dort wohl. Rund eine Million Fellnasen leben auf der Mittelmeerinsel, die meisten Tiere sind Streuner. Jetzt bedroht eine Krankheit die Katzen-Population auf Zypern. 300.000 Vierbeiner sind schon an der Erkrankung gestorben - und der Trend geht nach oben.
"Katzen-Corona" wütet auf Zypern: Ein Drittel bereits verendet
Laut t-online verbreitet sich die Krankheit seit sechs Monaten auf der Urlaubsinsel. Bei der Seuche handelt es sich um eine Mutation des Coronavirus. Eine Infektion mit diesem Coronavirus hat bei den Katzen eine feline infektiöse Peritonitis (FIP) als Folge. An der FIP sterben die Katzen dann letztendlich.
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Eine Infektion mit dem Virus überträgt durch den Kontakt mit infiziertem Speichel und Nasensekret. Auch über Kot kann die Krankheit weitergegeben werden. Von der Coronavariante sind Menschen nicht betroffen. Eine Übertragung der Corona-Mutation zum Menschen ist somit nicht möglich.
Der Tierarzt Kostis Larkou sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass circa 90 Prozent der Katzen auf Zypern an der Krankheit sterben werden. Grund dafür ist, dass die streunenden Katzen ein eher geschwächtes Immunsystem haben. Besonders Jungtiere sind von der Krankheit betroffen.
Schlechte Aussichten für Katzen: Medikamente sind sehr teuer
Eine Möglichkeit die Katzen zu retten ist das Medikament GS-441524, so t-online. Diese Medizin ist eine antivirale Tablette, doch es gibt dabei ein Problem: Die Behandlung einer Katze kostet 3000 bis 7000 Euro. Eine Rettung der streunenden Katzen scheint demnach sehr unwahrscheinlich. Tierschützer Dino Ayiomamitis berichtet der AFP, dass er befürchtet, dass die Krankheit für eine Dezimierung der Population missbraucht wird.