Mit Tempo 300 entgleist: Mindestens 39 Tote bei schwerem Zugunglück in Spanien
Autor: Agentur dpa, Stefan Lutter
Adamuz, Montag, 19. Januar 2026
Die Zahl der Todesopfer des Zugunglücks in Spanien steigt weiter. Unter den Toten ist auch ein Lokführer einer der Hochgeschwindigkeitszüge, die am Sonntagabend kollidiert waren.
Ein verheerendes Bahnunglück erschüttert Spanien: Zwei Schnellzüge sind am Sonntagabend in Andalusien mit Tempo 300 kollidiert.
Während die Rettungskräfte die Nacht durcharbeiteten, bleiben die Ursachen der Katastrophe weiter unklar. Die Zahl der Todesopfer wird aktuell mit 39 angegeben, es gibt Dutzende Verletzte. Das Unglück wirft viele Fragen auf, die die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.
Erstmeldung vom 19.1.25, 9.40 Uhr: Zahl der Opfer von Zug-Katastrophe steigt auf 39
Nach dem tragischen Eisenbahnunglück im Süden Spaniens ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 39 angestiegen. Wie der staatliche TV-Sender RTVE unter Berufung auf die Polizeieinheit Guardia Civil berichtete, wurden zahlreiche Menschen verletzt.
Insgesamt sind 73 Personen nach dem Zusammenstoß in Krankenhäuser der andalusischen Stadt Córdoba gebracht worden. Unter ihnen befanden sich 24 Schwerverletzte. Laut dem RTVE-Bericht handelt es sich bei vier dieser Patienten um Minderjährige. Unter den Todesopfern ist den amtlichen Angaben zufolge einer der Lokführer. Zahlreiche Fahrgäste waren noch Stunden nach dem Unfall in den Zügen eingeschlossen.
Das Unglück hatte sich wenige Stunden zuvor ereignet. Am Sonntag gegen 19.40 Uhr war ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug der italienischen Gesellschaft Trenitalia nahe der Gemeinde Adamuz in der Provinz Córdoba mutmaßlich mit Tempo 300 entgleist und in das benachbarte Gleis geraten. In der Folge wurde ein Hochgeschwindigkeitszug der spanischen Bahngesellschaft Renfe aus den Schienen geworfen.
Erstmeldung vom 19.1.25, 6.48 Uhr: Mindestens 24 Tote - Schweres Zugunglück in Spanien gibt Rätsel auf
Am Sonntag (18. Januar 2026) gegen 19.40 Uhr ereignete sich in der südspanischen Region Andalusien eine Bahn-Tragödie. In der Nähe der kleinen Gemeinde Adamuz, die rund 36 Kilometer nordöstlich von Córdoba liegt, entgleiste ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug der italienischen Bahngesellschaft Trenitalia, der mit über 300 Stundenkilometern von Málaga nach Madrid unterwegs war. Nach ersten Erkenntnissen geriet der Zug auf ein benachbartes Gleis, just in dem Moment, als ein entgegenkommender Renfe-Hochgeschwindigkeitszug mit etwa 200 Passagieren aus Huelva in Richtung Madrid vorbeifuhr, wie die Bahngesellschaft Renfe berichtet.
Durch den heftigen Zusammenstoß wurden die vorderen Waggons des Renfe-Zuges aus den Gleisen geschleudert und stürzten eine vier Meter hohe Böschung hinab. Sie wurden dabei nahezu komplett zerstört.