Zerstückelte Leiche in Kühltruhe gefunden: Führt der Horror-Fall nach Bayern?
Autor: Agentur dpa
Pattaya, Mittwoch, 12. Juli 2023
In Thailand wurde die zerstückelte Leiche eines Deutschen in einer Kühltruhe gefunden. Der 62-jährige Geschäftsmann, der laut Medienberichten aus Bayern stammt, war seit Anfang Juli vermisst. Zwei Verdächtige wurden mittlerweile festgenommen.
Nach dem Fund der Leiche eines 62-jährigen Deutschen im thailändischen Badeort Pattaya ist örtlichen Medien zufolge ein ebenfalls deutscher Verdächtiger festgenommen worden.
Die Ermittler hätten den per Haftbefehl gesuchten Mann am Dienstagabend in der Hauptstadt Bangkok ausfindig gemacht. Ihm sowie zwei weiteren Verdächtigen wird vorgeworfen, an der Tötung des Geschäftsmannes beteiligt gewesen zu sein und versucht zu haben, seine Leiche zu verstecken.
Zerstückelte Leiche in Truhe in Thailand gefunden - kommt der Mann aus Bayern?
Die Leiche des 62-Jährigen, der seit Anfang Juli als vermisst galt, war am Montag (10.07.2023) auf einem Anwesen in Nong Prue in Pattaya gefunden worden - zerstückelt in einer Kühltruhe. Laut Medienberichten von unter anderem der Bild soll der Mann aus Bayern stammen. Die dpa berichtet bisher nur, dass der Tote aus Deutschland stammt.
Mithilfe von Überwachungskamera-Aufnahmen hatten die Ermittler den Medien zufolge schließlich drei Hauptverdächtige ins Visier genommen. Dazu gehörte neben dem Deutschen eine ebenfalls aus Deutschland stammende Frau, die sich am Dienstag in Begleitung eines Anwalts auf einer Polizeiwache in Pattaya gestellt hatte, sowie laut Medien ein 27-Jähriger pakistanischer Herkunft, der beim Transport der Leiche geholfen haben soll.
Alle drei stünden im Verdacht, an der vorsätzlichen Tötung des Geschäftsmannes beteiligt gewesen zu sein und versucht zu haben, seine Leiche zu verstecken. Die Polizei sei durch die Auswertung von Aufnahmen von Überwachungskameras auf ihre Spur gekommen. In einem Haus seien die Fahnder dann auf die Gefriertruhe mit den in Plastiksäcken verpackten Körperteilen gestoßen. Auch eine elektrische Säge und Seile hätten sie gefunden. Das Auto des Opfers sei ebenfalls entdeckt worden. Anscheinend habe jemand versucht, mit Reinigungsmitteln im Innenraum Spuren zu verwischen.
Gang soll Mord geplant haben
Der Tod des Geschäftsmannes soll nach Ermittleraussagen im Zusammenhang mit Erpressung stehen. Der Mord sei von der Gang über einen Monat lang geplant und gut vorbereitet worden, zitierte "Khaosod" den Vize-Chef der Nationalpolizei, Surachate Hakparn. Insgesamt drei Millionen Baht (78 230 Euro) seien vom Konto des 62-Jährigen auf zehn Zielkonten überwiesen worden. Dies lasse die Behörden von möglichen weiteren Beteiligten des Komplotts ausgehen.
Pattaya lockt vor allem wegen seines Nachtlebens Besucher aus aller Welt in das südostasiatische Land. Viele Deutsche leben zudem dauerhaft in der Gegend am Golf von Thailand.