Waldbrände in Südeuropa: Löschhubschrauber stoßen in der Luft zusammen
Autor: Agentur dpa
Athen, Montag, 03. August 2026
Im Kampf gegen die Waldbrände westlich von Athen stürzt ein Löschhubschrauber ab. Die Flammen bedrohen eine Stadt in Griechenland. Auch in Spanien geht der Kampf gegen das Feuer weiter.
Die schweren Waldbrände in Griechenland haben zwei weitere Menschenleben gefordert. Nach Angaben der Behörden kamen am Sonntag (2. August 2026) der Pilot und der Copilot eines Löschhubschraubers ums Leben, der während eines Einsatzes westlich von Athen nach einem Zusammenstoß mit einem zweiten Helikopter abstürzte.
Mit dem Helikopter-Unglück stieg die Zahl der Todesopfer der Brände in Griechenland auf fünf. Bereits in der vergangenen Woche waren auf Kreta und auf der Halbinsel Peloponnes drei Feuerwehrleute ums Leben gekommen.
Löschhubschrauber stürzt in einem Feuerball zu Boden
Der staatliche Rundfunk ERT zeigte ein Video, das den Zusammenstoß der beiden Löschhubschrauber zeigen soll. Darauf ist zu sehen, wie sich ein Helikopter von unten einem zweiten nähert und diesen mit dem Rotor berührt. Kurz darauf explodiert der untere Hubschrauber und stürzt als Feuerball zu Boden. Die Leichen der beiden Piloten dieses Helikopters wurden später gefunden, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Der Pilot stammte aus Dänemark. Der Copilot war Grieche.
Der Pilot des anderen am Unglück beteiligten Hubschraubers konnte nach dem Zusammenstoß eine Notlandung durchführen. Beide Besatzungsmitglieder überlebten den Unfall, berichtete der griechische Rundfunk.
Der große Waldbrand westlich von Athen ist weiterhin außer Kontrolle. Die Flammen haben sich bis auf wenige Kilometer der Stadt Megara mit rund 36.000 Einwohnern ausgebreitet. Nach ersten Schätzungen wurden allein in dieser Region mehr als 10.000 Hektar Wald zerstört. Zahlreiche Nutz- und Wildtiere verendeten. Zudem wurden Häuser, Ställe und landwirtschaftlich genutzte Flächen ein Raub der Flammen.
Hohe Waldbrandgefahr rund um Athen
Für Montag erwartet der griechische Wetterdienst landesweit nachlassende Winde. Entwarnung könne dennoch nicht gegeben werden, betonte der Zivilschutz. Vor allem in der Region rund um Athen bleibt die Waldbrandgefahr sehr hoch.
Feuerwehr, Armee und Zivilschutz legen mit schwerem Gerät Brandschneisen an, um den Vormarsch der Flammen vor allem im dicht bewaldeten Kitheron-Gebirge westlich von Athen aufzuhalten. Die Löscharbeiten werden durch die ausgetrocknete Vegetation und das unwegsame Gelände erheblich erschwert. Unterstützung erhalten die Einsatzkräfte auch von Feuerwehrleuten aus Frankreich und Rumänien.