Video zeigt Gewaltexzess mit 10 Jugendlichen vor Schule: "Fassungslos"
Autor: Agentur dpa, Redaktion
Frankfurt (Oder), Freitag, 16. Oktober 2026
Völlig enthemmte Gewalt: Ein Video zeigt, wie 10 Jugendliche einen Jungen attackieren. "Was einem jungen Menschen hier [...] angetan wurde, macht mich fassungslos", erklärt der Oberbürgermeister.
Ein Schüler wird in Brandenburg von anderen Jugendlichen brutal attackiert. Ein Video soll das erschreckende Ausmaß der Gewalt dokumentieren. Die Polizei plant, sich nun mit der Stadt zu beraten.
"Was einem jungen Menschen hier in Frankfurt (Oder) angetan wurde, macht mich fassungslos. Es schmerzt, solche Gewalt mitansehen zu müssen. Und es macht mich wütend, dass ein Jugendlicher so etwas erleben muss", schreibt Oberbürgermeister Axel Strasser (parteilos).
Zehn Verdächtige: Video mit erschreckenden Szenen
Mehrere Jugendliche haben in der Stadt auf einen Schüler eingetreten und ihn geschlagen. "Der Junge wies Gesichtsverletzungen auf", schrieb ein Sprecher der Polizei. Der Vorfall ereignete sich bereits am Mittwoch vor einer Oberschule.
Aktuell ermittelt die Polizei nach eigenen Angaben gegen zehn Verdächtige. Es handelt sich um Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 13 und 15 Jahren, die deutscher, polnischer, russischer und syrischer Herkunft sind. Ihnen werden gefährliche Körperverletzung und Raub vorgeworfen.
In einem Video, das der Polizei vorliegt und den Angriff zeigen soll, sind etwa zehn Jugendliche zu sehen, die einen anderen Jungen zunächst bedrängen und dann auf ihn einschlagen und treten, auch gegen den Kopf. Auch als ihr wehrloses Opfer zu Boden geht, lassen sie nicht von ihm ab. Die Polizei hält das Video für authentisch.
Oberbürgermeister: "Niemand sollte so etwas durchmachen müssen"
"Ich denke dabei auch an seine Eltern", erklärt der Oberbürgermeister. "An die Angst, die Hilflosigkeit und die Sorge um das eigene Kind. Niemand sollte so etwas durchmachen müssen." An solche Bilder dürfe man sich niemals gewöhnen. "Wir dürfen Gewalt nicht verharmlosen, nicht relativieren und schon gar nicht rechtfertigen. Egal, von wem sie ausgeht."
Angesichts dieses Gewaltexzesses plant die Polizei, sich nun mit der Stadt, dem Schulamt und "weiteren Partnern" zusammenzusetzen. "Bei diesen Sicherheitsgesprächen wird es um die aktuelle Lage, konkrete Handlungsmöglichkeiten und die weitere Zusammenarbeit der beteiligten Stellen gehen."