USA und Iran wollen weiter reden - Trump: Waffenruhe vorbei
Autor: dpa
, Freitag, 10. Juli 2026
Nach gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran geht die Suche nach einer Verhandlungslösung weiter. Beide Seiten scheinen bereit, weiterzuverhandeln – US-Präsident Trump meldet sich nun zu Wort.
Trotz der militärischen Eskalationen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran bricht der Gesprächsfaden zwischen den Kriegsparteien nicht ab. Zugleich bekräftigte US-Präsident Donald Trump aber das Ende der Waffenruhe im Iran-Krieg.
Washington habe einer Weiterführung von Gesprächen auf Bitten Teherans zugestimmt, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social und setzte das Wort Gespräche zugleich in Anführungsstriche. Man habe aber unmissverständlich klargemacht, dass die Waffenruhe «VORBEI» sei.
Zuvor hatte ein US-Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur gesagt, dass sich die USA weiterhin für eine Lösung einsetzten, und die technischen Gespräche weiterliefen. Auch die iranische Seite zeige Gesprächsbereitschaft, erfuhr die dpa aus pakistanischen Sicherheitskreisen. Die iranische Seite habe den Vermittlerstaat Pakistan gebeten, den USA Verhandlungswillen zu signalisieren, hieß es.
Berichte über Vermittler von dritter Seite im Iran
Berichten des US-Senders CNN und des Portals Axios zufolge, die sich auf Diplomaten beriefen, war eine Delegation aus Katar in den Iran gereist, um zu vermitteln. Eine Bestätigung aus Katar gab es dafür zunächst nicht. Das katarische Außenministerium teilte lediglich mit, man unterstütze weiterhin die Bemühungen zu einer Entspannung der Situation und zum Erreichen eines umfassenden Abkommens. Die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus müsse sichergestellt werden, hieß es weiter.
In den vergangenen Tagen hatte das US-Militär mehrere Angriffswellen gegen Ziele im Iran geflogen. Begründet wurde dies mit Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus, für die die USA Teheran verantwortlich machten. Der Iran reagierte seinerseits mit Angriffen. Dabei gerieten auch Kuwait, Bahrain und Jordanien, die wichtige US-Militärbasen beherbergen, wieder unter Beschuss.
Die jüngste Eskalation überschattete das Staatsbegräbnis für das frühere iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei. Mehr als vier Monate nach seiner Tötung wurde er im Imam-Resa-Schrein seiner Heimatstadt Maschhad im Nordosten des Landes unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestattet, wie mehrere iranische Medien in der Nacht übereinstimmend berichteten.
Kreise: Iran signalisiert Gesprächsbereitschaft
In den Kontakten zwischen Pakistan und dem Iran in der Nacht soll es unter anderem zu einem langen Gespräch zwischen Irans Außenminister Abbas Araghtschi und Pakistans mächtigem Militärchef Asim Munir gekommen sein, hieß es aus den pakistanischen Sicherheitskreisen.