USA und Iran lassen künftige Gespräche offen
Autor: Arne Bänsch, Christoph Meyer und Hans Dahne, dpa
, Freitag, 06. Februar 2026
US-Präsident Donald Trump hatte der iranischen Führung jüngst noch mit einem Angriff gedroht. Nun verhandelten Vertreter beider Länder. Die Zukunft im Konflikt beider Staaten bleibt ungewiss.
Nach einer ersten Verhandlungsrunde im Oman halten sich die USA und der Iran weitere Gespräche offen. Zunächst kehren die Delegationen beider Staaten nach den indirekten Verhandlungen unter Vermittlung des Gastgebers Oman nun für Konsultationen in ihre Hauptstädte zurück, wie iranische Staatsmedien berichteten.
«Es war ein guter Anfang», sagte Irans Außenminister Abbas Araghtschi dem Staatsfernsehen. Auf eine Frage des Moderators, ob und wenn ja, wann die Gespräche fortgesetzt werden, legte sich Araghtschi nicht fest. Außenamtssprecher Ismail Baghai schrieb auf der Plattform X, die Entscheidung über weitere Verhandlungsrunden werde «in Abstimmung mit den jeweiligen Hauptstädten» getroffen.
Omans Außenminister Badr al-Bussaidi bezeichnete die Gespräche auf X als «sehr ernst». Ziel der Vermittlung sei es gewesen, die Positionen beider Seiten zu klären und mögliche Ansatzpunkte für Fortschritte zu identifizieren. Die Gespräche seien hilfreich gewesen, hieß es. Eine Fortsetzung sei zu gegebener Zeit geplant. Die Ergebnisse sollen nun in Teheran und Washington sorgfältig geprüft werden. Aus den USA gab es zunächst keine Reaktion nach dem Treffen.
Indirekte Verhandlungen unter Vermittlung Omans
Das Außenministerium in Maskat teilte mit, al-Bussaidi habe sich jeweils separat mit Araghtschi sowie der US-Delegation um den US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, getroffen. «Die Beratungen waren darauf fokussiert, angemessene Bedingungen für die Wiederaufnahme diplomatischer und technischer Verhandlungen zu schaffen (...)», hieß es in der Mitteilung.
Auch der Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte in der Region, Admiral Brad Cooper, war Teil der US-amerikanischen Delegation. Der Iran sah in seiner Teilnahme den Versuch einer «Machtdemonstration», wie das Onlineportal Nur-News berichtete. «Das Einbringen der militärischen Komponente erhöht das Risiko und die Kosten der Verhandlungen; die Verantwortung dafür liegt bei den USA», hieß es in einem Bericht.
Regionale Staaten vermitteln
Die Sorgen vor einem neuen Krieg waren zuletzt gewachsen. Trump hatte der Staatsführung in Teheran mehrfach gedroht, auch wegen des brutalen Vorgehens staatlicher Repressionskräfte gegen Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten. Dabei sollen Tausende Menschen getötet worden sein. Das US-Militär hat seine Präsenz in der Region seit Anfang Januar deutlich ausgebaut, etwa mit dem Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» und dessen Begleitschiffen.
Regionale Mächte wie die Türkei, Saudi-Arabien und Katar hatten in den vergangenen Tagen intensiv vermittelt. Ihre Regierungen unterhalten pragmatische Beziehungen zum Iran und haben kein Interesse an einem regionalen Krieg, dessen Folgen auch sie treffen würden.