Trump winkt mit 5.000 Dollar Belohnung für Wahlsieg
Autor: dpa
, Donnerstag, 10. Sept. 2026
Trump verspricht jedem US-Bürger 5.000 Dollar, falls die Republikaner bei den Zwischenwahlen in knapp zwei Monaten beide Kongresskammern gewinnen. Doch wie realistisch ist das teure Versprechen?
US-Präsident Donald Trump verspricht jedem US-Bürger eine Direktzahlung von 5.000 Dollar, wenn seine republikanische Partei bei den Zwischenwahlen Anfang November erneut die Mehrheit in beiden Kongresskammern gewinnt. «Wenn die Republikaner gewinnen, gewinnt ihr mit uns und erhaltet 5.000 Dollar», sagte er auf einem Parteitag im texanischen Dallas.
Das Geld, umgerechnet etwa 4.300 Euro, soll aus der Staatskasse kommen und nur Erwachsenen zufließen. Grob überschlagen summiert sich das Wahlversprechen auf gut eine Billion US-Dollar – also etwa so viel wie der gesamte Verteidigungshaushalt umfasst. Ein entsprechender Beschluss erscheint im Kongress daher weder politisch noch finanziell realistisch.
Die Idee direkter Zahlungen an US-Bürger ist aber nicht neu: Bereits im vergangenen Jahr hatte Trump eine Direktzahlung in Höhe von 2.000 Dollar ins Spiel gebracht, sie aber dann nicht weiter verfolgt. Das Geld sollte Amerikanerinnen und Amerikaner an den Zolleinnahmen der USA beteiligen - ausgenommen sein sollten Besserverdiener.
Zollstreit und Krieg trüben Stimmung
Auf dem zweitägigen, vor Midterms ungewöhnlichen Parteitag inszenierte sich Trump als politischen Heilsbringer, die oppositionellen Demokraten dagegen als radikale Bedrohung von Links. Begleitet wird er vom Unmut vieler Wähler über den Zollstreit mit Kanada und dem Krieg im Iran – beide treiben die Verbraucherpreise weiter hoch und trüben die Stimmung.
Im Zollstreit mit Kanada hatten die USA zuletzt Einfuhrverbote für bestimmte Produkte aus dem Nachbarland angekündigt. Gegen den Iran hatten die USA und Israel Ende Februar einen Krieg eröffnet.
Die dutzenden Rednerinnen und Redner am ersten Tag des Events hielten sich an einen engen thematischen Zuschnitt: Kampf gegen Betrug, Migration, steigende Preise. Einzig Trump sprach in seiner fast zweistündigen Rede auch länglich über den Krieg im Iran, den er verteidigte.
«Gibt es hier irgendjemanden, der der Meinung ist, der Iran sollte über Atomwaffen verfügen?», fragte er in die Menge. Die vielfach in rot-weiß-blau gekleideten Zuschauerinnen und Zuschauer erwiderten mit einem dröhnenden «Nein». Trump erneuerte zudem seine Provokation, die Straße von Hormus in Trump-Straße umzubenennen. «Ich bin mir sicher, die iranische Führung wird begeistert sein.»