Huthi-Miliz greift Israel an - Hoffnung auf Iran-Gespräche
Autor: den dpa-Korrespondenten
, Samstag, 28. März 2026
Mit Beginn der fünften Woche des Iran-Kriegs dauern die gegenseitigen Angriffe an, die Huthi-Miliz schießt eine Rakete auf Israel. Die US-Regierung stellt baldige Gespräche in Aussicht.
Wenige Stunden nach Ankündigungen aus der US-Regierung über baldige Verhandlungen ist die militant-islamistische Huthi-Miliz in den Iran-Krieg eingetreten. Die Rebellen reklamierten einen Raketenangriff auf Israel in den frühen Morgenstunden für sich. Die Rakete wurde Medienberichten zufolge abgefangen, Verletzte oder Schäden hat es demnach nicht gegeben.
Zuvor hatte der Sondergesandte der US-Regierung, Steve Witkoff, Gespräche mit dem Iran noch in dieser Woche in Aussicht gestellt. Dabei geht es insbesondere um eine Antwort auf einen dem Iran vorliegenden 15-Punkte-Plan der USA für ein Kriegsende. In der Bemühung um eine Deeskalation lud zudem die pakistanische Regierung die Außenminister Saudi-Arabiens, Ägyptens und der Türkei zu Beratungen am Sonntag und Montag ein.
Details über die Agenda des Treffens in Islamabad wurden zunächst nicht genannt. Das ägyptische Außenministerium teilte mit, im Mittelpunkt der Gespräche stünde unter anderem die jüngste Eskalation in der Region. Pakistan teilt sich eine rund 900 Kilometer lange Grenze mit dem Iran und hat sich seit der Ausweitung des Krieges auf die Golfstaaten als Vermittler für eine mögliche Beendigung des Konflikts angeboten.
Der iranische Präsident Massud Peseschkian drohte am Samstag den Nachbarn mit Vergeltungsschlägen für den Fall, dass die Infrastruktur und Wirtschaftszentren des Landes angegriffen werden. In einer «Botschaft an die Länder der Region» schrieb Peseschkian auf der Plattform X: «Wenn ihr Entwicklung und Sicherheit wollt, lasst nicht zu, dass unsere Feinde den Krieg von eurem Boden aus führen.» Die iranischen Angriffe auf die Nachbarn in der Region sowie auf Israel dauerten auch zu Beginn der fünften Kriegswoche an.
Verletzte bei iranischen Raketenangriffen
Das Medienbüro der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi meldete Brände in Folge von herabfallenden Raketenteilen. Es seien insgesamt sechs Menschen verletzt worden. Auch im Oman wurde ein Verletzter gemeldet. Zwei Drohnen hätten den Hafen von Salalah im Westen des Landes attackiert, meldete die omanische Nachrichtenagentur ONA.
Die kuwaitische Nachrichtenagentur Kuna berichtete unter Berufung auf die Luftfahrtbehörde, dass der Flughafen in der Hauptstadt Kuwait-Stadt von mehreren Drohnen angegriffen worden sei. Es habe keine Verletzten gegeben. Es sei jedoch ein erheblicher Schaden am Radarsystem des Flughafens entstanden. Nach Angaben des saudischen Verteidigungsministeriums wurde in der Nacht eine auf die Region der Hauptstadt Riad gerichtete ballistische Rakete abgefangen und zerstört. Außerdem seien drei Drohnen abgefangen worden.
Einem Bericht des «Wall Street Journals» zufolge waren zuletzt zwölf US-Einsatzkräfte bei einem iranischen Angriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien verletzt worden. Sie befanden sich in einem Gebäude auf der Prince Sultan Airbase, das bei der Bombardierung getroffen wurde, wie die US-Zeitung unter Berufung auf US- und arabische Vertreter berichtete. Beschädigt wurden demnach auch amerikanische Tankflugzeuge.