Trump nennt Nato-Partner «Feiglinge» - Kriegsziel sei nahe
Autor: dpa
, Samstag, 21. März 2026
Trump sieht sich kurz vor Erreichen seiner Ziele im Iran-Krieg. Einen Waffenstillstand lehnt er ab. Für seine Verbündeten in der Nato hat er nur verächtliche Worte übrig. Derweil droht der Iran.
Die USA erwägen laut Präsident Donald Trump ein Zurückfahren ihrer Angriffe im Iran, senden aber zugleich US-Medienberichten zufolge Tausende weitere Soldaten in die Region. Die USA stünden kurz davor, die eigenen Ziele im Krieg zu erreichen, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Die Nato-Verbündeten bezeichnete er als «Feiglinge», weil sie den USA nicht bei der Sicherung der Straße von Hormus geholfen hätten.
Ohne die USA sei das Verteidigungsbündnis ein zahnloser Tiger, schrieb der Republikaner. Jetzt, da der Kampf militärisch «GEWONNEN» sei, beschwerten sie sich über die hohen Ölpreise, würden aber nicht dabei helfen, die Straße von Hormus zu öffnen. «Das wäre für sie so einfach und mit nur geringem Risiko verbunden. FEIGLINGE, das werden wir uns MERKEN!», schrieb Trump weiter.
Trump: Andere müssen Straße von Hormus sichern
Andere Länder müssten die für den Ölmarkt bedeutende Meerenge schützen, schrieb der US-Präsident. Wenn darum gebeten, würden die USA ihnen dabei helfen. «Aber das sollte nicht mehr nötig sein, sobald die Bedrohung durch den Iran beseitigt ist». Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus ist wegen des Kriegs und drohender iranischer Angriffe praktisch zum Erliegen gekommen.
Um die steigenden Ölpreise unter Kontrolle zu bekommen, lockern die USA vorübergehend Sanktionen auf iranisches Öl, das sich auf Schiffen befindet. Das US-Finanzministerium teilte mit, Verkauf und Lieferung seien bis zum 19. April erlaubt. Jüngst hatten die USA bereits mitgeteilt, dass russisches Öl, das schon auf Schiffen ist, vorübergehend wieder straflos verkauft werden dürfe.
Nach Informationen des US-Nachrichtenportals «Axios» erwägt Trumps Regierung Pläne, die iranische Öl-Insel Charg zu besetzen oder zu blockieren, um den Iran dazu zu bewegen, die Straße von Hormus wieder freizugeben. Vor einer Woche hatte das US-Militär Dutzende militärische Ziele dort bombardiert.
Berichte: USA entsenden Tausende weitere Soldaten
Das Pentagon entsendet nach «Wall Street Journal»-Informationen derweil drei Kriegsschiffe und 2.200 bis 2.500 zusätzliche Marinesoldaten in den Nahen Osten. Der US-Sender CBS News zitierte zudem anonyme Quellen, wonach das Pentagon auch Vorbereitungen für den Einsatz von Bodentruppen im Iran traf.
Präsident Trump habe darüber nachgedacht, ob Bodentruppen in der Region stationiert werden sollten, hieß es. Es sei aber noch unklar, unter welchen Umständen der Präsident den Einsatz von Bodentruppen genehmigen würde.