Trump: Nationalgardistin stirbt nach Schüssen in Washington
Autor: dpa
, Freitag, 28. November 2025
Ein Mann schießt auf zwei Nationalgardisten und verletzt sie lebensgefährlich. Einen Tag später stirbt die Frau - der Mann kämpft weiter um sein Leben.
Eine der beiden in der US-Hauptstadt Washington angeschossenen Nationalgardisten ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump gestorben. Bei einem abendlichen Gespräch mit online zugeschalteten Angehörigen des US-Militärs sagte der Republikaner, dass die Frau ihren schweren Verletzungen erlegen sei. Der Mann kämpfe weiter um sein Leben, sagte Trump. «Er befindet sich in sehr schlechtem Zustand.»
Am Mittwoch hatte der 29 Jahre alte mutmaßliche Täter in der Nähe der U-Bahnhaltestelle Farragut West, nur wenige Häuserblöcke vom Weißen Haus entfernt, auf die beiden Nationalgardisten gefeuert und sie lebensgefährlich verletzt. Der Verdächtige - ein Afghane - wurde überwältigt und ist in Gewahrsam. Trump hatte den Angriff als «Akt des Terrors» und den Tatverdächtigen als «Monster» bezeichnet.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelte es sich bei den Nationalgardisten um eine 20 Jahre alte Frau und einen 24-Jährigen aus dem US-Bundesstaat West Virginia. Der Vorfall hatte das Land am Vorabend des amerikanischen Erntedankfestes Thanksgiving schockiert.
Verdächtiger war für Partnerorganisation des US-Militärs tätig
Der mutmaßliche Täter reiste US-Medienberichten zufolge 2021 in die USA ein, bekam aber erst 2025 nach Trumps Amtsantritt Asyl gewährt. CIA-Direktor John Ratcliffe sagte «Fox News Digital», dass der Mann in Kandahar für dortige Partnerorganisationen des US-Militärs tätig gewesen sei und dabei auch für die US-Regierung und die CIA gearbeitet habe.
Trump sagte am Donnerstagabend, der 29-Jährige sei ungeprüft in die USA gelangt. Dem stehen Medienberichte gegenüber, nach denen weder bei Überprüfungen durch den US-Auslandsgeheimdienst CIA im Jahr 2011 noch bei seiner Einreise in die Vereinigten Staaten zehn Jahre später Verbindungen zwischen dem Afghanen und Terrororganisationen festgestellt worden seien.
Der Sender CNN und eine Reporterin von Fox News zitierten eine mit der Angelegenheit vertraute Person, die sagte: «Er war bei allen Kontrollen unauffällig.» Auf den Hinweis einer Journalistin, dass das ihm nahestehende Justizministerium erst Stunden zuvor klargemacht habe, dass der Mann vom Heimatschutzministerium und der Bundespolizei unter die Lupe genommen worden sei, beleidigte Trump die Reporterin.
Trump kritisiert Einwanderungspolitik
Trump kritisierte die Einwanderungspolitik seines Landes. «Wir haben eine Menge Probleme mit Afghanen, weil so viele von ihnen hier herkommen», sagte er. Viele von ihnen kämen unkontrolliert ins Land und seien kriminell. Beweise lieferte er nicht.