Trotz Corona-Infektion: Frau geht spazieren - 1200 Euro-Strafe
Autor: Redaktion
Klagenfurt, Samstag, 25. Juli 2020
In Österreich ist eine mit dem Coronavirus infizierte Frau spazieren gegangen. Laut eigenen Angaben habe sie es nicht mehr zu Hause ausgehalten - ein teurer Spaziergang.
Eine Frau aus Österreich, die nachweislich mit dem Coronavirus "Sars-CoV-2" infiziert war, muss für einen Spaziergang teuer bezahlen. Die 35-Jährige wurde vom Landgericht Ried im Innkreis zu einer Strafzahlung von 1200 Euro verurteilt. Der Richter begründete das am Freitag (24. Juli 2020) damit, dass sie Menschen vorsätzlich durch übertragbare Krankheiten gefährdet habe.
Die 35-Jährige war positiv auf das Virus getestet und in Quarantäne geschickt worden. Bereits nach zwei Tagen habe sie es "nicht mehr ausgehalten", sagte sie. Deshalb habe sie mit Mundschutz im Gesicht einen kleinen Spaziergang gemacht, führte sie aus.
Corona-Spaziergang: Nachbarin beobachtet infizierte Frau - und ruft Polizei
Eine Nachbarin beobachtete die 35-Jährige dabei und alarmierte sofort die Polizei. Der Richter sagte dazu in der Verhandlung: "Denunzieren soll nicht zum Volkssport werden, ich finde eine solche Gesellschaft nicht lebenswert."
Schließlich hätte die Nachbarin auch mit der infizierten Frau reden und sie zum Umkehren bewegen können, erklärte er. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur und die Nachrichtenagentur APA.
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Seit Freitag gilt in Österreich wieder die Maskenpflicht. Eigentlich hatte die Alpenrepublik die Corona-Maßnahmen bereits deutlich gelockert. Allerdings betonten die Gesundheitsbehörden zuletzt, dass sie durch das aktuelle Infektionsgeschehen in Österreich alarmiert seien. Die Kurve an Ansteckungen mit dem Coronavirus müsse wieder "runtergedrückt" werden.
In Bayern haben die Sommerferien begonnen. Zahlreiche Touristen fahren nach Österreich, um dort Urlaub zu machen: Was dabei für Reisende erlaubt ist - und was nicht.
tu