Tirol: Deutscher Wanderer stürzt über Felswände in den Tod
Autor: Agentur dpa
Prägraten, Mittwoch, 12. August 2026
Ein 74-Jähriger macht sich allein auf und kehrt nicht zurück. Trotz Dunkelheit und Schlechtwetter suchen Retter nach dem Mann. Am nächsten Morgen bringt ein Helikopterflug traurige Gewissheit.
Ein Wanderer aus Nordrhein-Westfalen ist nach einer dramatischen Suchaktion in den Tiroler Bergen in Österreich tot aufgefunden worden. Der 74-Jährige aus dem Landkreis Olpe sei vermutlich über nahezu senkrechte Felswände abgestürzt, wie die Polizei mitteilte.
Der Mann wurde vom Betreiber seiner Unterkunft als vermisst gemeldet, nachdem er von einer Bergtour im Gebiet der Venediger-Gebirgsgruppe bei Prägraten nicht zurückgekehrt war. Der Wanderer war allein unterwegs.
Von Bergtour nicht zurückgekehrt: Retter suchen nachts bei Wind und Regen nach Vermisstem
Zunächst suchte die Polizei am Montagabend (9. August 2026) mit einem Hubschrauber und einer Drohne nach dem vermissten Deutschen. In der Dunkelheit machten sich auch Mannschaften der Bergrettung mit Suchhunden über verschiedene Routen auf den Weg, um den Mann zu finden. Bei starkem Wind und Regen erreichten sie nach Mitternacht ein knapp 2800 Meter hohes Bergjoch, wo der Wanderer vermutet wurde, doch die Suche blieb vorerst erfolglos.
Am Dienstagmorgen startete der Polizeihubschrauber erneut einen Suchflug. Nach etwa einer Stunde wurde der leblose Mann im Bereich eines Gebirgsbaches auf knapp 2300 Metern Seehöhe gefunden.
Die Polizei geht nach eigenen Angaben davon aus, dass der Wanderer beim Abstieg von dem Bergjoch den markierten Pfad verlassen hatte. Er dürfte dann durch immer steileres Gelände abgestiegen und schließlich fast senkrecht abgestürzt sein, hieß es.