Polen: Mysteriöse Raubkatze sorgt für Aufregung
Autor: Redaktion, Agentur dpa
Polen, Dienstag, 11. August 2026
Nördlich von Warschau hat die Sichtung einer großen Raubkatze die Bevölkerung in Aufregung versetzt. Aktuell sind noch viele Fragen offen - doch die Behörden mahnen zur Vorsicht.
In Polen warnen die Behörden aktuell vor einer frei umherstreifenden Raubkatze. Möglicherweise könnte es sich um einen Puma handeln - bestätigt ist dies jedoch noch nicht. Das Tier wurde in der Umgebung des Dorfes Osiek-Wolka, etwa 75 Kilometer nördlich von Warschau, gesichtet, teilte das örtliche Krisenzentrum mit.
Jäger hätten nachts durch ein Fernglas ein großes, einem Puma ähnelndes Tier ausgemacht, sagte ein Sprecher des Krisenzentrums der Boulevardzeitung "Fakt". Später entdeckte man im Gelände Spuren, die nach Ansicht von Fährtenkennern von einem Raubtier stammen könnten.
Raubkatze in Polen gesichtet - Behörden warnen Bevölkerung
"Das war kein kleines Kätzchen, sondern eine große Raubkatze", so der Sprecher. Da ein Puma bis zu 35 Kilometer am Tag zurücklegen kann, sei nicht auszuschließen, dass das Tier inzwischen an einem anderen Ort unterwegs ist. Bürger sollen nicht versuchen, das Tier einzufangen. Die Menschen in der Region wurden aufgefordert, Wälder und bewaldete Gebiete zu meiden und Kinder nicht unbeaufsichtigt draußen spielen zu lassen.
Video:
Wer die Raubkatze sieht, soll sich dem Tier nicht nähern und auch nicht versuchen, sie zu fangen oder zu vertreiben. Die Forstbeamten patrouillieren im Gelände, es wurden auch Wildkameras installiert.
Der Puma hat sein natürliches Verbreitungsgebiet in Nord- und Südamerika und gehört nicht zu den heimischen Tierarten in Polen. Bislang ist bei den Behörden noch keine Meldung eingegangen, dass ein Puma aus einem örtlichen Zoo oder einer legalen Zucht entkommen ist.