Paris: Drei Menschen sterben bei Schüssen - Verdächtiger (69) soll "rechtsextremer Aktivist" sein, Macron äußert sich
Autor: Redaktion
Paris, Freitag, 23. Dezember 2022
In der Pariser Innenstadt sind am Freitag Schüsse gefallen. Drei Menschen wurden nach aktuellen Informationen getötet, vier verletzt. Die Polizei hat einen Verdächtigen festgenommen, bei dem es sich laut Bürgermeisterin um einen "rechtsextremen Aktivisten" handeln soll. Nun hat sich auch Staatspräsident Macron geäußert.
Eine tödliche Attacke in Paris erschüttert Frankreich: Bei Schüssen in einem kurdischen Kulturzentrum sowie einem Restaurant und einem Friseursalon im zehnten Pariser Arrondissement hat ein Angreifer am Freitag (23. Dezember 2022) drei Menschen tödlich verletzt. Drei weitere Menschen wurden verwundet, einer davon lebensgefährlich.
Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurde ein Verdächtiger festgenommen, er wurde ebenfalls verletzt. Es liefen Untersuchungen wegen vorsätzlicher Tötung und schwerer Gewalt.
Update vom 23.12.2022, 18.45 Uhr: Macron: "Die Kurden in Frankreich waren das Ziel"
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach der Attacke in Paris am Abend von einem absichtlichen Angriff auf Kurden gesprochen. "Die Kurden in Frankreich waren das Ziel eines niederträchtigen Angriffs mitten in Paris", schrieb der Staatschef am Freitagabend auf Twitter. Seine Gedanken seien bei den Opfern und ihren Angehörigen.
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Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin sagte über den mutmaßlichen Täter: "Er wollte offensichtlich Ausländer angreifen", ob speziell Kurden, sei unklar. Das Motiv sei unbekannt, ein rechter Hintergrund der Tat werde aber geprüft.
Frankreichs Premierministerin Élisabeth Borne schrieb auf Twitter von einer "widerlichen Tat". Den Opfern und ihren Angehörigen sprach sie ihre Unterstützung aus. Auch Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin schrieb, all seine Gedanken seien bei den Angehörigen der Opfer. Für Opfer und Zeugen des blutigen Angriffs richtete die Stadt im Rathaus des zehnten Arrondissements einen psychologischen Dienst ein.
"Totale Panik"
Wie das ZDF berichtet, hab eine Ladenbesitzerin aus einem benachbarten Gebäude, die anonym bleiben wollte, der Nachrichtenagentur AFP gegenüber von "Sieben bis acht Schüsse auf der Straße" gesprochen. "Totale Panik, wir sind drinnen geblieben", wird die Frau zitiert.
Die tödlichen Schüsse haben die Niederlassung des demokratischen kurdischen Rats in Frankreich (CDK-F) getroffen. Dabei handelt es sich um einen Dachverband von 24 kurdischen Vereinen. Wie der CDK-F am Freitag mitteilte, seien die drei Todesopfer kurdische Aktivisten gewesen, ebenso wie drei Verletzte.