Mehrere Bombenwarnungen: Große Unruhe im europäischen Flugverkehr - Maschine umgeleitet
Autor: Agentur dpa, Redaktion
Warschau, Mittwoch, 04. November 2026
Mehrere Bombendrohungen haben an verschiedenen Flughäfen in Europa besondere Sicherheitsmaßnahmen verlangt. Wie zuletzt auch beim Großeinsatz am Nürnberger Airport stiegen Kampfjets auf.
Mehrere Hinweise auf mögliche Bomben haben am Dienstagt (3. November 2026) den europäischen Luftverkehr beeinträchtigt. In Warschau landete ein Flugzeug aus London aufgrund einer Bombendrohung ungeplant auf dem kleineren Flughafen Modlin. Der Flughafen wurde vorübergehend geschlossen, wie ein Sprecher dem Sender TVN24 mitteilte.
Laut den Angaben startete die Maschine der polnischen Fluggesellschaft Lot am frühen Morgen mit 181 Menschen an Bord in London und sollte ursprünglich auf dem größeren Chopin-Flughafen in Warschau landen. Da es während des Fluges einen Alarm gab, der auf eine Bombe an Bord hinwies, wurde das Flugzeug zum Flughafen Modlin umgeleitet, der vor allem von Billigfliegern genutzt wird.
Kampfjets eskortieren Linienflug nach Sofia
Die Maschine wurde nach der Landung auf eine Außenposition verwiesen und wird nun von Spezialisten untersucht, erklärte der Flughafensprecher. Die Passagiere und die Crew befinden sich im Terminal und warten. Einen weiteren Zwischenfall gab es mit einem Flugzeug der skandinavischen Airline SAS. "Wir können bestätigen, dass es eine Drohung gegen den Flug SK751 von Kopenhagen nach Warschau gegeben hat", hieß es in einer E-Mail der Fluglinie an die Deutsche Presse-Agentur. "Das Flugzeug ist planmäßig in Warschau gelandet und die Passagiere haben das Flugzeug verlassen." Ein Sprecher des Chopin-Flughafens sagte der PAP, dass derzeit eine Sicherheitsüberprüfung der Maschine läuft.
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Ähnliche Vorfälle ereigneten sich am Vormittag auch am italienischen Hauptstadtflughafen Rom-Fiumicino: Zwei Maschinen aus Lissabon und Dublin wurden nach anonymen Hinweisen auf mögliche Bomben an Bord überprüft. Einsatzkräfte kontrollierten nach den Landungen gemäß den üblichen Sicherheitsverfahren die Flugzeuge, Passagiere und Gepäckstücke. Es wurden keine verdächtigen Gegenstände gefunden. Beim Landeanflug einer der Maschinen stiegen Kampfjets der Luftwaffe auf, um das Flugzeug zu eskortieren. In der bulgarischen Hauptstadt Sofia landeten Flugzeuge aus Bergamo und Dublin trotz Bombendrohungen sicher. Beide Maschinen wurden durchsucht, Sprengkörper wurden nicht gefunden, sagte Verkehrsminister Georgi Peew, zitiert von bulgarischen Medien. "In diesem Fall besteht keine Gefahr."
Konkrete Fluggesellschaften nannte er nicht. Nach Angaben des Innenministeriums gab es zudem Bombendrohungen gegen mehrere Institutionen in Bulgarien. Hinweise auf konkrete terroristische Absichten oder Handlungen gibt es bislang nicht. Erst am Montag legte eine Wizz-Air-Maschine aus London nach Sofia nach einer Bombendrohung einen ungeplanten Zwischenstopp in Budapest ein.