Pakistan sei sehr erfreut darüber, dass sowohl der Iran als auch die USA ihr Vertrauen in Pakistan als Vermittler bei diesen Gesprächen zum Ausdruck gebracht hätten. Auch China unterstütze uneingeschränkt Pakistans Initiative, Gespräche zwischen dem Iran und den USA zu veranstalten, hieß es weiter.
Nach Aussagen von Bundesaußenminister Johann Wadephul gibt es Vorbereitungen für ein direktes Treffen zwischen Vertretern der USA und Irans. Auch Wadephul nannte im Deutschlandfunk Pakistan als möglichen Ort für die Gespräche. Er sprach von «ersten Zeichen der Hoffnung, der Zuversicht».
Iran lässt pakistanische Schiffe durch Straße von Hormus
Der Iran lockerte für pakistanische Schiffe seine Blockade der für die Energieversorgung wichtigen Straße von Hormus. Der Schritt wurde von Beobachtern als vertrauensbildende Maßnahme im Rahmen der Vermittlungen zur Deeskalation im Nahen Osten gesehen. Seit Beginn der israelischen und US-amerikanischen Angriffe auf das Land vor vier Wochen blockiert der Iran die Meerenge, über die große Teile des Öl- und Gastransports laufen. Die Preise für diese Energieträger sind in der Folge stark gestiegen.
Weitere US-Marines im Nahen Osten - Pläne für Bodenoffensive
Die Ankunft weiterer US-Marinekräfte mit dem amphibischen Angriffsschiff «USS Tripoli» im Nahen Osten hatte Spekulationen über einen zeitnahen Bodeneinsatz angefacht. US-Außenminister Marco Rubio sagte nach den jüngsten G7-Gesprächen zwar, die eigenen Kriegsziele könnten ohne Bodentruppen erreicht werden. Kategorisch ausschließen wollte er deren Einsatz aber nicht.
US-Medienberichten zufolge hat das US-Militär bereits Pläne für einen möglichen Einsatz am Boden vorbereitet. Er soll kombinierte Einsätze von Truppen der regulären Infanterie und Spezialeinheiten vorsehen, jedoch nicht als vollständige Invasion angelegt sein, wie die «Washington Post» unter Berufung auf US-Beamte berichtete. Für einen solchen Einsatz wären demnach mehrere Wochen eingeplant. Ob US-Präsident Donald Trump vorhat, die Pläne abzusegnen, war unklar.
Das israelische Militär will nach Darstellung eines Sprechers die iranische Waffenproduktion «in wenigen Tagen» weitgehend zerstört haben. Die Streitkräfte würden in diesem Zeitraum «die Angriffe auf alle wichtigen Komponenten der (iranischen) Militärindustrie abschließen», sagte Armeesprecher Effie Defrin am Samstagabend. «Das bedeutet, dass wir den Großteil der militärischen Produktionskapazitäten zerstören haben werden.»
Erneut Angriffe auf Golfstaaten
Unterdessen dauern die iranischen Gegenangriffe auch in anderen Ländern der Region an. Mehrere Golfstaaten meldeten erneut Schäden, darunter nach Angriffen auf ein Metallwerk in Abu Dhabi, bei dem es nach offiziellen Angaben auch mehrere Verletzte gab. Auch Katar, Kuwait und Saudi-Arabien meldeten neue Angriffe. In Kuwait zielten einige davon nach offiziellen Angaben auf das Umfeld des internationalen Flughafens und verursachten erhebliche Schäden am Radarsystem.