USA sehen entscheidende Tage im Iran-Krieg
Autor: dpa
, Dienstag, 31. März 2026
Die USA und Israel sehen Erfolge im Iran-Krieg. Die Zahl der von Teheran abgefeuerten Raketen und Drohnen sei auf einen Tiefstand gefallen. Jetzt folge eine Weichenstellung, sagt US-Minister Hegseth.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sieht die kommenden Tage im Krieg mit dem Iran als entscheidend an. «In nur einem Monat haben wir die Bedingungen festgelegt – die kommenden Tage werden entscheidend sein», sagte er bei einer Pressekonferenz in Washington. Hegseth betonte, er bevorzuge es, den Krieg mit einem Abkommen zu beenden. «In der Zwischenzeit werden wir mit Bomben verhandeln.»
Hegseth sagte, die neue iranische Führung sollte sich klüger verhalten als die alte und einem Abkommen zustimmen. US-Präsident Donald Trump sei dazu bereit. «Wenn der Iran nicht bereit ist, wird das US-Kriegsministerium mit noch größerer Intensität weitermachen.»
Hegseth sieht Iran trotz andauernder Angriffe militärisch am Ende
Obwohl auch am Dienstag unter anderem Israel, Saudi-Arabien und Kuwait iranische Angriffe meldeten, bei denen es Verletzte und Schäden gab, bekräftigte Hegseth die Darstellung, der Iran sei militärisch am Ende. «Ja, sie feuern noch ein paar Raketen ab. Aber wir fangen sie ab.» Nie zuvor im Krieg sei die Zahl der vom Iran abgefeuerten Drohnen und Raketen so gering gewesen wie in den vergangenen 24 Stunden.
Zuvor hatten die USA mit bunkerbrechenden Bomben iranische Militäreinrichtungen angegriffen. Laut Medienberichten waren große Munitionsdepots im Raum Isfahan das Ziel. Der Iran bestätigte die Attacken. «Derzeit liegen noch keine Informationen über das Ausmaß der Schäden oder die Zahl der Toten und Verletzten dieser Angriffe vor», zitierte die iranische Nachrichtenagentur Isna den Vizegouverneur der Provinz, Akbar Salehi.
Schwere Explosionen im Raum Isfahan
In der Ziel-Region liegt auch die Atomanlage Isfahan. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) geht davon aus, dass die Islamische Republik in Isfahan zumindest Teile ihres hochangereicherten Urans unterirdisch gelagert hat.
Aufnahmen in den sozialen Medien zeigten schwere Explosionen in der Nacht. Auf Bildern war nach den Bombardierungen unter anderem ein glühend orangefarbener Nachthimmel zu sehen. «Sechs bunkerbrechende Bomben trafen den Berg Sofeh, sehr viele Folgeexplosionen, mehrere pro Sekunde, der Himmel ist hell erleuchtet», zitierte der Netzaktivist Vahid eine Nachricht.
In einem Interview mit dem US-Nachrichtenportal «Newsmax» betonte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, dass die Zerstörung der Uranvorräte Teherans aktuell das zentrale Ziel der Angriffe sei. Zum Verlauf des Krieges sagte er: «Wir haben mehr als die Hälfte des Weges zum Erfolg unserer Mission zurückgelegt.»