Formel-1-Legende Eddie Jordan mit 76 Jahren gestorben: Die Motorsportwelt trauert um irische Ikone
Autor: Kevin Kosmann
Kapstadt, Donnerstag, 20. März 2025
Eddie Jordan war eine prägende Figur der Formel 1 und ein Visionär im Motorsport. Sein Einfluss reicht von der Entdeckung großer Talente bis hin zur Mitgestaltung des Motorsports, wie wir ihn heute kennen.
Formel 1 Legende Eddie Jordan ist tot. Der Ire hatte zuletzt selbst seine Krebserkrankung öffentlich gemacht. Er war Wegbereiter für Legenden der Königsklasse – und gilt als Erfinder der sogenannten Boxenluder.
Der in Dublin geborene Jordan war unter anderem ein großer Förderer von zwei der besten Fahrer, die die Formel 1 je gesehen hat: Michael Schumacher und Ayrton Senna! Der vielleicht schillerndste Teamchef der Formel 1, der nie ein Blatt vor dem Mund nahm, ist in den frühen Morgenstunden des 20. März 2025 im Kreise seiner Familie in Kapstadt an den Folgen seiner Krebserkrankung gestorben.
Formel-1-Legende Eddie Jordan mit 76 Jahren gestorben: Die Motorsportwelt dreht letzte Ehrenrunde
Eines kann man über Eddie Jordan definitiv sagen: Der Ire prägte mit seiner Person und seinem Auftreten nicht nur die die Formel 1, sondern die gesamte Geschichte des Motorsports. In den Annalen der Königsklasse gehören dem ehemaligen Teamchef und später Experten zig Kapitel dieser Geschichte. Ein großes gehört dabei auch dem erfolgreichsten deutschen Fahrer Michael Schumacher.
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"Mit seiner unerschöpflichen Energie verstand er es immer, Menschen zum Lächeln zu bringen und blieb dabei stets authentisch und brillant", schrieb die Formel 1 auf der Plattform X: "Eddie war einer der Protagonisten einer Formel-1-Ära und wir werden ihn sehr vermissen."
Jordan, bekannt auch für seinen Spitzbart und die schrillen Outfits, hatte erst im Dezember öffentlich gemacht, dass er unter Prostata- und Blasenkrebs leidet und sich die Krankheit anschließend weiter ausgebreitet hatte. "Es war ziemlich aggressiv", hatte Jordan im Podcast "Formula For Success", gesagt und "über einige sehr dunkle Tage" gesprochen.
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Jordan, der mit richtigem Vornamen eigentlich Edmund heißt, ist der frühere Teamchef und Teambesitzer des gleichnamigen Rennstalls. Er war in den frühen 1990er Jahren Schumachers erster Boss in der Formel 1. Der spätere Rekordweltmeister fuhr 1991 in Spa-Francorchamps sein erstes und einziges Rennen für Jordan.
"Wer, verdammt noch mal, ist Schumacher?", fragte der charismatische Jordan, als dessen damaliger Manager Willi Weber den späteren Superstar als Ersatzfahrer für den Grand Prix in Belgien vorschlug. Am 25. August 1991 absolvierte der spätere Seriensieger dann tatsächlich seinen ersten WM-Lauf, der wegen eines Defekts aber schon nach 500 Meter unglücklich endete.