Flugzeugabsturz in Namibia: Deutsches Manager-Ehepaar tot - Ermittlungen dauern
Autor: Alexander Milesevic, Agentur dpa
Windhuk, Donnerstag, 14. Mai 2026
Was zum Absturz des Flugzeugs einer deutschen Familie in Namibia führte, ist weiter unbekannt. Die Behörden dämpfen die Erwartungen - die Untersuchung kann lange dauern.
Update vom 13.05.2026: Cessna-Absturz in Namibia - Ermittlungen könnten lange dauern
Bei der Suche nach der Ursache für einen Flugzeugabsturz mit drei toten deutschen Urlaubern dämpfen die namibischen Behörden die Erwartungen auf ein schnelles Ergebnis. Es könne noch nicht gesagt werden, wann die am Montag (11. Mai 2026) eingeleitete Untersuchung abgeschlossen sei, sagte Philippine Lundama, die amtierende Direktorin der Behörde für die Untersuchung von Flugunfällen. Unterdessen berichtete ein Polizeisprecher, dass die Suche nach der Leiche der Frau der Familie andauert.
Die sterblichen Überreste des Piloten und der beiden männlichen Mitglieder der dreiköpfigen Unternehmer-Familie aus dem baden-württembergischen Bad Rappenau seien in ein Krankenhaus der Region gebracht worden und sollten nach Windhuk gebracht werden, wo Rechtsmediziner die Obduktion vornehmen sollten, sagte ein Polizeisprecher. Die Leiche der Frau sei hingegen noch nicht gefunden worden.
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Bei dem Absturz des Kleinflugzeugs am Sonntag seien alle vier Menschen an Bord nach Angaben der Behörden gestorben. Das Paar hatte in der Schwarz-Gruppe, zu der auch Lidl und Kaufland gehören, über Jahrzehnte verantwortungsvolle Positionen inne und war eng mit Inhaber Dieter Schwarz verbunden. Auch der Sohn des Paares kam bei dem Absturz ums Leben.
Sollte die namibische Behörde innerhalb von zwölf Monaten keine Ergebnisse der Untersuchung erhalten haben, werde ein Zwischenbericht veröffentlicht, sagte Direktorin Lundama. Zunächst solle festgestellt werden, ob die Cessna 210 einen Flugschreiber an Bord hatte und ob dieser gefunden wurde.
Ersten Informationen zufolge hatte das Flugzeug, das am Sonntag von der namibischen Hauptstadt Windhuk gestartet war, keinen Kontakt zur Flugsicherung aufgenommen. Der Kleinflieger sollte etwa eine Stunde später auf der privaten Landebahn einer Lodge in der Gegend Sossusvlei landen, erreichte aber nie sein Ziel. Die Trümmerteile hatte ein Suchflugzeug am Montag etwa zwei Kilometer von der Ortschaft Hammerstein in der Region Hardap entfernt gefunden.
Sossusvlei ist eines der bekanntesten Touristenziele in dem südwestafrikanischen Land, berühmt für seine roten Sanddünen, die zu den höchsten der Welt zählen.
Ursprungsmeldung vom 12.05.2026: Deutsches Manager-Ehepaar stirbt in Afrika - auch Sohn tot
Tragisches Unglück: In Namibia sind nach Angaben der Fluggesellschaft Desert Air beim Absturz einer kleinen Propellermaschine alle vier Insassen ums Leben gekommen. "An Bord des Flugzeugs befanden sich ein Pilot und drei deutsche Staatsangehörige", hieß es in einer Mitteilung. Leider habe es keine Überlebenden gegeben. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes war auch der Pilot Deutscher.