Extrem tödliches Virus grassiert in Afrika - mögliche Gefahr für Deutschland?
Autor: Agentur dpa
Berlin, Montag, 18. Mai 2026
Kein Impfstoff, eine heikle Sicherheitslage und Menschen auf Wanderschaft. Doch könnte der Ebola-Ausbruch auch für Deutschland zur Gefahr werden?
Update vom 18.05.2026, 12.30 Uhr: Extrem tödliches Virus grassiert in Afrika - mögliche Gefahr für Deutschland?
Die Sorge ist groß, doch: Bundesgesundheitsministerin Nina Warken sieht nach dem schweren Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo derzeit keinen Handlungsbedarf in Deutschland.
In der Bundesrepublik ist das Risiko "als äußerst gering einzuschätzen", sagte die CDU-Politikerin im ARD-"Bericht aus Berlin". "Im Land braucht es derzeit keine Vorkehrungen." Eine weltweite Ebola-Pandemie halte sie für "nahezu ausgeschlossen".
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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte wegen eines tödlichen Ebola-Ausbruchs einen internationalen Gesundheitsalarm ausgerufen. Die seltene Bundibugyo-Variante des Virus, für die es weder einen Impfstoff noch eine Therapie gibt, macht die Lage besonders schwer einzudämmen. Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC sprach zuletzt von 336 Verdachtsfällen und 88 Todesfällen – einen davon im angrenzenden Uganda.
Warken sagte, die internationale Gesundheitsnotlage solle vor allem die Behörden in den betroffenen Regionen unterstützen und Maßnahmen zur Eindämmung erleichtern. Zugleich betonte sie, es handle sich um ein örtlich begrenztes Geschehen. "Es ist aus meiner Sicht nahezu ausgeschlossen, dass es jetzt noch weitere Warnstufen geben muss."
Hilfsanfragen aus den betroffenen Ländern gebe es bislang nicht. Deutschland könne bei Bedarf mit etwa mobilen Laboren vor Ort unter anderem über das Robert Koch-Institut oder das Bernhard-Nocht-Institut unterstützen, sagte Warken.
Ursprungsmeldung: WHO ruft internationale Gesundheitsnotlage aus - lebensbedrohlicher Virus-Ausbruch
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda eine internationale Gesundheitsnotlage ausgerufen. Mit diesem Schritt will die UN-Behörde in Genf unter anderem Nachbarländer in erhöhte Alarmbereitschaft versetzen und die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft mobilisieren. Es handle sich jedoch um keinen Pandemie-Alarm, stellte die WHO klar.
Bislang sind etwa 250 Fälle und 80 Todesfälle vor allem in der Provinz Ituri im Nordosten des Kongo bekannt. Der ansteigende Trend von Verdachts- und Todesfällen in Ituri weise aber darauf hin, "dass der Ausbruch möglicherweise viel größer ist als bislang entdeckt und berichtet", hieß es von der WHO. Deshalb bestehe ein beträchtliches Risiko für eine lokale und regionale Ausbreitung des Virus. Die Provinz Ituri grenzt an Uganda und den Südsudan.