Europaweiter Kondomrückruf: Diese Marken sind betroffen
Autor: Agentur dpa, Redaktion
Paris, Sonntag, 01. November 2026
Ein europaweiter Rückruf betrifft Millionen Kondome, die wegen Produktionsmängeln unsicher sind. Die französischen Behörden warnen vor Gesundheitsrisiken durch beschädigte Kondome mehrerer Marken.
Frankreich ruft europaweit etwa sieben Millionen Kondome aufgrund von Herstellungsfehlern zurück. Ein Verkaufsstopp für 15 Kondomsorten eines malaysischen Produzenten wurde verhängt, da diese ein Risiko für Anwender darstellen könnten, informierten die Verbraucherschutzbehörden. Betroffen sind spezifische Kondome der Marken My Lubie, Einhorn, Adloran, R&S Consumer Goods, Amor, Primeros und You Me.
Nach ersten Rückrufen im Sommer, die in Frankreich rund 300.000 Kondome betrafen, führten Ermittlungen zu dem Hersteller. Dessen Produktlinien ultradünner Kondome zeigten Herstellungsfehler, weshalb die Dicke und Qualität der Latexschicht variierte.
Mega-Kondomrückruf wegen Herstellungsfehlers
Laut der Mitteilung können diese Mängel dazu führen, dass Kondome reißen oder Löcher bekommen, was die Übertragung sexuell übertragbarer Krankheiten und ungewollte Schwangerschaften zur Folge haben kann. Seit den ersten Rückrufaktionen meldeten acht Anwender Kondomrisse, die mit den analysierten Chargen in Verbindung stehen, die als nicht konform und gefährlich beurteilt wurden.
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Die nach dem fehlerhaften Verfahren produzierten und in Verkehr gebrachten ultradünnen Kondome könnten sich weiterhin im Handel oder im Besitz der Verbraucher befinden, warnten die Behörden. Das Verbot des Imports und Verkaufs der entsprechenden Kondomtypen gilt laut Behördenangaben für ein Jahr und kann bei Bedarf verlängert werden. Zusätzlich wurde ein Rückruf der bereits in Frankreich verkauften Kondome angeordnet.
Eine separate Warnung deutscher Behörden vor den betroffenen Kondomtypen sowie Informationen darüber, wo und in welchem Umfang diese in Deutschland verkauft werden, gab es zunächst nicht. Der französische Rückruf im Sommer betraf auch online vertriebene Kondome. Die französischen Behörden empfehlen allen, die die nun beanstandeten Verhütungsmittel kürzlich verwendet haben, sich auf Geschlechtskrankheiten und gegebenenfalls eine Schwangerschaft testen zu lassen. 2024 wurden in Frankreich über 115 Millionen Kondome verkauft.