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Trump, Elon Musk, Bill Gates: Das steckt in den neuen Epstein-Akten
Autor: Agentur dpa
Washington, Sonntag, 01. Februar 2026
Am Freitagabend veröffentlichte das US-Justizministerium weitere Seiten der Epstein-Akten. Mehrere bekannte Promis tauchen darin auf.
Update vom 01.02.2026: Mehr als drei Millionen Seiten von Epstein-Akten veröffentlicht - diese Promis kommen vor
Mehr als drei Millionen Seiten an Dokumenten, Tausende Videos und weit über 100.000 Fotos: Das US-Justizministerium hat am Freitag weitere Ermittlungsakten zum Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht. Für Aufsehen sorgten diesmal insbesondere E-Mails mit einflussreichen Männern - darunter Tech-Milliardär Elon Musk und der britische Ex-Prinz Andrew.
Neben E-Mails sind unter anderem Gerichtsdokumente, ärztliche Gutachten und Ermittlungsunterlagen veröffentlicht worden. Der stellvertretende US-Justizminister Todd Blanche sagte, auch pornografisches Material sei unter den Dateien. Insgesamt sind mittlerweile elf Datensätze auf der Webseite des Justizministeriums zu finden. Mit der Veröffentlichung der ersten Akten hatte das Justizministerium Ende Dezember begonnen.
Neue Dokumente der Epstein-Akten veröffentlicht - was geschwärzt wurde
Viele der neuen Dateien reichen mehr als ein Jahrzehnt zurück und beleuchten die Beziehungen des Sexualstraftäters, nachdem er bereits 2008 zu einer Haftstrafe verurteilt worden war. Auch zahlreiche unkenntlich gemachte Dokumente sind zu finden. Geschwärzt habe man unter anderem persönliche Daten von Opfern. Von der Veröffentlichung ausgenommen wurde auch pornografisches Material, auf dem Kinder zu sehen seien, sowie alles, was die Ermittlungen auf Bundesebene behindern könne, hieß es.
Epstein hatte jahrelang einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. 2019 kam er im Alter von 66 Jahren in einer Gefängniszelle zu Tode. Besonders groß ist das Interesse an dem Fall, weil Epstein beste Kontakte in die High Society hatte. Das brachte zahlreiche Spekulationen über die Tragweite des Skandals mit sich. Oft kam die Frage auf, welche Prominenten in Epsteins Machenschaften verwickelt gewesen sein könnten - dabei fiel auch der Name des US-Präsidenten Donald Trump.
Der hatte im Wahlkampf zwar die Freigabe aller Akten versprochen, wehrte sich nach Amtsantritt aber lange dagegen. Letztlich wurde die Veröffentlichung erst per Gesetz im November 2025 verfügt. Das Ministerium stellte nun klar, dass "bekannte Persönlichkeiten und Politiker" ausdrücklich nicht unkenntlich gemacht worden seien. Vizeminister Blanche betonte zudem, dass es kein Eingreifen des Weißen Hauses gegeben habe.
"Absolut absurd und völlig falsch": Gates-Sprecher wehrt sich gegen Vorwürfe
Zu den bekanntesten Namen in den neu veröffentlichten Unterlagen gehören zwei der reichsten Menschen der Welt, die Tech-Milliardäre Elon Musk und Bill Gates. Von Musk gibt es unter anderem einen E-Mail-Austausch aus dem Jahr 2012 mit Epstein, in dem Musk anscheinend einen Besuch auf Epsteins Insel organisiert und diesen fragt, an welchem Tag die "wildeste Party" dort steigen werde. Musk betonte am Samstag auf seiner Plattform X, nur sehr wenig Kontakt zu gehabt zu haben. Er sei sich bewusst gewesen, "dass einige E-Mail-Korrespondenzen mit ihm falsch interpretiert und von Kritikern dazu benutzt werden könnten, meinen Namen zu beschmutzen".
Der Name von Microsoft-Gründer Gates kommt in zwei E-Mails vor, die 2013 offenbar von Epstein an sein eigenes Konto geschickt wurden, wie US-Medien berichten. Darin gibt Epstein an, Gates Medikamente besorgt zu haben, "um mit den Folgen von Sex mit russischen Mädchen fertig zu werden".
In einer Stellungnahme, aus der mehrere Medien zitieren, sagte ein Gates-Sprecher: "Diese Behauptungen – von einem erwiesenen, verärgerten Lügner – sind absolut absurd und völlig falsch." Die reine Nennung oder Abbildung in den Epstein-Akten ist kein Hinweis auf ein Fehlverhalten. Viele der bereits früher identifizierten Personen stritten eine Verstrickung in Epsteins kriminelle Machenschaften stets ab.
Auch Donald Trump taucht in neuen Epstein-Akten auf
Der Name des US-Präsidenten kommt in den neuen Akten häufig vor - nach Angaben der "New York Times" in mindestens 4.500 Dokumenten. Trump kannte Epstein gut, wie frühere Fotos der beiden zeigen. Allerdings gibt es keine Hinweise auf eine Verwicklung des Republikaners in den Skandal. Der US-Präsident bestreitet jegliche Verwicklung in die kriminellen Machenschaften.
Für Aufsehen in zahlreichen Medien sorgte etwa eine FBI-Liste mit Anschuldigungen gegen Trump, die bei der US-Bundespolizei eingegangen waren. Vom Justizministerium hieß es, einige der Dokumente enthielten unwahre Behauptungen gegen Trump, die dem FBI kurz vor der Wahl 2020 vorgelegt worden seien.
Auch US-Handelsminister Howard Lutnick kommt in den Unterlagen vor. In einer E-Mail von 2012 scheint er den Medienberichten zufolge einen Besuch auf Epsteins Insel zu planen. Lutnick hatte vergangenes Jahr in einem Podcast über Epstein gesagt, er habe schon 2005 entschieden, mit dieser "widerlichen Person" nie wieder in einem Raum sein zu wollen.
Bilder sollen Ex-Prinz Andrew auf allen Vieren über einer Frau zeigen
Die neuen Akten scheinen auch Einblick in Epsteins Korrespondenz mit dem früheren britischen Prinzen Andrew (65) zu geben. Britische Medien stürzten sich auf zahlreiche E-Mails und mehrere Bilder, die Andrew auf allen Vieren gebeugt über eine junge Frau, deren Gesicht geschwärzt ist, zeigen sollen. Wegen seiner Verwicklung in den Missbrauchsskandal waren dem Ex-Prinzen zuletzt alle Titel, Ehren und Auszeichnungen entzogen worden. Er heißt nur noch Andrew Mountbatten-Windsor, die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs im Epstein-Skandal weist er zurück.
Auch bei den vergangenen Veröffentlichungen kam er bereits - etwa mit Bildern - vor. Aus einem E-Mail-Verlauf aus dem Jahr 2010 scheint etwa hervorzugehen, dass Epstein für Andrew ein Dinner mit einer 26-jährigen Russin in London vermittelte - kurz nachdem der US-Amerikaner seine Strafe wegen Prostitution Minderjähriger abgesessen hatte. Andere Mails legen nahe, dass es sich bei einem mysteriösen Kontakt der Epstein-Vertrauten Ghislaine Maxwell namens "The Invisible Man" (Der unsichtbare Mann) um Andrew handeln könnte. Auch von möglichen Treffen im Buckingham Palace oder auf Schloss Windsor ist in den Mails demnach die Rede.
Andrews Ex-Frau Sarah "Fergie" Ferguson stand den Berichten zufolge ebenso immer wieder intensiv in Kontakt mit Epstein. Doch nicht nur in Großbritannien brachten die Files royale Kreise in Bedrängnis: Zahlreiche Mails und Nachrichten zwischen der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit und Epstein offenbaren Medienberichten zufolge ein über Jahre gepflegtes freundschaftliches Verhältnis der beiden. Demnach verbrachte sie etwa einen Urlaub in Epsteins Haus in Florida und tauschte sich mit ihm über persönliche Anliegen aus. Noch am Freitagabend entschuldigte sich die Kronprinzessin: Das Ganze sei "einfach peinlich", hieß es.
Sichtung und Überprüfung der Unterlagen beendet?
Mit der jetzigen Veröffentlichung sei die Sichtung und Überprüfung der Unterlagen beendet, sagte Vize-Justizminister Blanche. Das Ministerium sei damit nun seiner Verpflichtung nachgekommen. Dass der letzte Schwall an Akten das Ende der jahrelangen Debatte um die Veröffentlichung der Epstein-Files ist, gilt allerdings als unwahrscheinlich. Mehrere Demokraten kritisieren immer wieder, dass das Ministerium viel zu viele Dokumente ohne angemessene Begründung nicht online gestellt habe. Für Ärger sorgte auch, dass die festgelegte Frist zur Veröffentlichung längst abgelaufen ist und viele Dokumente komplett geschwärzt sind.
Ursprungsmeldung vom 31.01.2026: Epstein-Akten zeigen Mailverlauf: Treffen für Ex-Prinz Andrew organisiert?
Die kürzlich veröffentlichten Dokumente im Missbrauchsskandal um den verstorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein scheinen Einblick in seine Korrespondenz mit dem ehemaligen britischen Prinzen Andrew (65) zu gewähren. Auch Andrews Ex-Frau Sarah Ferguson (66) könnte in den Unterlagen erscheinen.
So scheint aus einem E-Mail-Verlauf hervorzugehen, dass Epstein im Jahr 2010 für Andrew ein Abendessen mit einer 26-jährigen Russin in London arrangierte - kurz nachdem der US-Amerikaner seine Strafe wegen Prostitution Minderjähriger verbüßt hatte. In der Antwort, die mit Andrews Signatur "HRH The Duke of York KG" versehen und mit dem Buchstaben "A" unterzeichnet ist, heißt es: "(...) ich wäre entzückt, sie zu sehen".
Epstein-Akten: Organisierte er Frauen-Treffen für Ex-Prinz Andrew?
Weitere E-Mails zeigen, dass Epstein ein Dinner mit prominenten Teilnehmern für Andrew plante. Epstein galt als hervorragend vernetzt und bewegte sich in höchsten Kreisen. Gleichzeitig betrieb er über Jahre einen Missbrauchsring, dem zahlreiche Mädchen und junge Frauen zum Opfer fielen.
Andrew beteuerte stets, von den Machenschaften seines Freundes nichts mitbekommen zu haben. Dabei erhob eines der Epstein-Opfer konkrete Vorwürfe gegen den jüngeren Bruder von König Charles III. (77). Die inzwischen verstorbene US-Amerikanerin Virginia Giuffre warf Andrew vor, sie mehrfach sexuell missbraucht zu haben, unter anderem als Minderjährige im Jahr 2001 in London. Sie sei damals im Schlepptau Epsteins nach Großbritannien gebracht und zum Sex mit Andrew gezwungen worden, so der Vorwurf. Ein inzwischen berüchtigtes Foto zeigt die beiden angeblich im Londoner Haus von Epstein-Gehilfin Ghislaine Maxwell, wo der Missbrauch stattgefunden haben soll.
Andrew stritt zwar alles ab, eine Zivilklage in den USA endete jedoch in einem angeblich millionenschweren Vergleich. Andrew verlor im Laufe der Zeit durch die Vorwürfe sowohl seine Rolle als offizieller Vertreter des Königshauses als auch alle Ehren, militärische Ränge und Titel. Zuletzt wurden ihm von König Charles auch der durch Geburt erworbene Titel "Prinz" aberkannt. Er heißt nun nur noch Andrew Mountbatten-Windsor. Zudem muss er aus dem luxuriösen Anwesen Royal Lodge auf dem Gelände von Schloss Windsor ausziehen.
Auch Andrews Ex-Frau in den Epstein-Akten?
Die Zuordnung der teils geschwärzten Akten ist zuweilen schwierig. Weitere E-Mails legen nahe, dass es sich bei einem mysteriösen Kontakt der Epstein-Vertrauten Maxwell namens "The Invisible Man" (Der unsichtbare Mann) um Andrew handeln könnte. So wird etwa ein möglicher Aufenthalt auf der Privatinsel Epsteins, Little Saint James, diskutiert, an dem der mit "A" unterzeichnende Kontakt wegen seiner Kinder nicht teilnehmen kann.
Weitere Dokumente zeigen einen Mail-Verkehr zwischen Epstein und einer Sarah aus dem Jahr 2009. Der Inhalt legt nahe, dass es sich dabei um Andrews Ex-Frau Sarah "Fergie" Ferguson handelt. Epstein wird darin etwa als "Legende" und "Bruder, den ich mir immer gewünscht habe", bezeichnet. "Fergie" hatte bereits 2011 in einem Interview mit der Zeitung "Evening Standard" zugegeben, von Epstein 15.000 Pfund (derzeit etwa 17.000 Euro) angenommen zu haben und die Verbindung zu dem Sexualstraftäter bedauert.
Das US-Justizministerium veröffentlichte am Freitagabend mehr als drei Millionen Seiten an Dokumenten sowie Tausende Videos und Fotos. Die reine Nennung oder Abbildung in den Epstein-Akten ist kein Hinweis auf ein Fehlverhalten. Viele der bereits früher identifizierten Personen hatten eine Verstrickung in Epsteins kriminelle Machenschaften stets abgestritten.
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