Chaos in Italiens Skigebieten: 9000 Autos blockieren Monte Livata
Autor: Stefan Lutter
Subiaco, Mittwoch, 14. Januar 2026
Beliebte Skigebiete in Italien sind am Wochenende von Touristenmassen überrollt worden. Rettungsfahrzeuge steckten fest, die Polizei musste Zufahrten sperren.
Schneemassen, strahlender Sonnenschein und perfekte Pisten: Die Apenninen in Mittelitalien erweckten zuletzt den Eindruck eines wahren Paradieses für Wintersportler. Doch am zurückliegenden Wochenende wurde aus dem Wintertraum ein Albtraum.
Skigebiete wie Monte Livata und Campo Felice kämpften gegen überfüllte Straßen und kilometerlange Staus. Rettungskräfte blieben hilflos im Verkehrschaos stecken, während die Polizei Zufahrten sperren musste. Der Schneefall lockte tausende Touristen an, doch die Infrastruktur war dem Ansturm nicht gewachsen.
Massenansturm auf Italiens Skigebiete: 9000 Autos verstopfen Straße zum Monte Livata
Die ersten kräftigen Schneefälle des Jahres lockten am vergangenen Wochenende tausende Touristen in die italienischen Berge. Besonders betroffen waren die mittelitalienischen Skigebiete Monte Livata, Campo Felice und Campocatino im Apennin.
Über 9000 Fahrzeuge verstopften die Zufahrtsstraße zum Monte Livata, sodass die Polizei gezwungen war, die Route zum Monte Livata vollständig zu sperren. Die Straße, die von Subiaco ausgehend in das Skigebiet führt, ist die SP44a, auch bekannt als "Strada Provinciale Monte Livata". Sie windet sich durch die Berge des Apennins und verbindet die Stadt Subiaco mit den höher gelegenen Wintersportgebieten. Berüchtigt ist die Verbindung für schmale Kurven und steile Anstiege, was sie bei starkem Verkehrsaufkommen besonders anfällig für Staus macht.
Selbst Ferienhausbesitzer konnten ihre Unterkünfte aufgrund der Sperrung nicht erreichen, wie die Tageszeitung la Repubblica berichtet. Der Monte Livata liegt in der Region Latium, etwa 70 Kilometer östlich von Rom, und gehört zur Gemeinde Subiaco. Das Skigebiet in der Landesmitte befindet sich auf einer Höhe von bis zu 1600 Metern - und ist das einzige Wintersportgebiet in unmittelbarer Nähe zur italienischen Hauptstadt. Entsprechend groß war der Andrang auf den Straßen.
Wintertraum wird zum Albtraum - Dramatische Szenen und blockierte Rettungskräfte
Die Situation eskalierte besonders bei Campo Felice und Ovindoli. Ein Krankenwagen, der zu einem Einsatzort unterwegs war, blieb im Verkehrschaos stecken. Kilometerlange Autoschlangen blockierten jede Durchfahrt, Rettungskräfte waren hilflos.
Noch chaotischer gestaltete sich der Rückweg, als weitere Notfallfahrzeuge vom massiven Touristenstrom behindert wurden. In Campocatino sorgte ein querstehender Bus für zusätzliche Verkehrsprobleme, wodurch hunderte Familien ihre Ausflüge abbrechen mussten. Der Online-Nachrichtenplattform Leggo zufolge waren viele Besucher enttäuscht, da sie früh aufgebrochen waren, um den erwarteten Massen zu entgehen.