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Brasilien: Junge Frau von Brücke in den Tod geworfen - Rätsel um Kamera


Autor: Agentur dpa

Brasilien, Mittwoch, 17. Juni 2026

Eine junge Frau wird in Brasilien von einer Brücke 40 Meter in den Tod geworfen. Nach dem tödlichen Rope-Jumping-Unfall gibt das Verschwinden ihrer Kamera Rätsel auf.
Auf Videos war zu sehen, wie drei Männer die Frau zum Rand der Brücke tragen und sie hinabwerfen.


Update vom 17.06.206: Tödlicher Sprung ohne Seil - Rätsel um verschwundene Kamera

Nach dem tödlichen Rope-Jumping-Unfall einer 21-Jährigen in Brasilien gibt das Verschwinden ihrer Kamera Rätsel auf. Das Team habe keine Erklärung dafür, weshalb das Gerät danach nicht mehr auffindbar gewesen sei, sagte einer der drei festgenommenen Instruktoren laut veröffentlichten Vernehmungsaufnahmen, über die das Nachrichtenportal G1 berichtete.

Die Beschuldigten erklärten demnach auch, sie könnten nicht nachvollziehen, wie es zu dem tödlichen Unfall kommen konnte. Die 21-Jährige war am Samstag von der stillgelegten Ponte do Esqueleto zwischen den Städten Limeira und Cordeirópolis im Bundesstaat São Paulo rund 40 Meter in die Tiefe gestürzt, nachdem die Organisatoren sie ohne verbundenes Sicherungsseil von der Absprungplattform gestoßen hatten.

Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie drei Mitarbeiter die Frau zum Rand der Brücke tragen und sie hinabwerfen. Das Sicherungsseil blieb dabei unbefestigt auf der Plattform liegen. Zwei der Beschuldigten räumten bei ihren Vernehmungen laut G1 ein, für die Vorbereitung der Seile verantwortlich gewesen zu sein, konnten die Aufgabenverteilung innerhalb des Teams jedoch nicht näher erläutern.

Augenzeuge schildert Horror-Ereignis in Brasilien

Nach Angaben von Zeugen hatte die 21-Jährige während des Sprungs eine Kamera bei sich getragen. Ein Augenzeuge berichtete nun, er habe nach dem Aufprall beobachtet, wie ein Mitarbeiter des Veranstalterteams die Kamera vom Körper der Verunglückten entfernt habe. "Die erste Szene, an die ich mich erinnere, als ich das Mädchen am Boden sah, war ein Mitarbeiter, der die GoPro-Kamera vom Halsriemen des bereits am Boden liegenden Körpers abnahm, besorgt um die Ausrüstung oder um Beweise zu verbergen", zitierte G1 Rafael Goulart.

Der Anwalt der Beschuldigten kündigte einen Antrag auf Freilassung seiner Mandanten an. Diese hätten weder die Absicht gehabt, den Tod der Frau herbeizuführen, noch das Risiko eines tödlichen Ausgangs bewusst in Kauf genommen, erklärte er.

Rope Jumping ist ein Extremsport, bei dem Teilnehmer mit statischen Seilen in die Tiefe springen. Anders als beim Bungee Jumping wird der Sturz durch eine Pendelbewegung abgefangen. Die Sportart ist in Brasilien nicht speziell reguliert. Nach dem Unglück wird über einen Abriss der stillgelegten Brücke diskutiert.

Meldung vom 15.06.2026: Junge Frau in Brasilien aus 40 Metern in den Tod geworfen

In Brasilien ist eine junge Frau beim Rope Jumping von einer Brücke tödlich verunglückt. Die Mitarbeiter des Extremsport-Anbieters vergaßen, die 21-Jährige mit dem Sicherungsseil zu verbinden.

Die Frau stürzte von der Brücke Ponte do Esqueleto nahe der Stadt Limeira im Bundesstaat São Paulo etwa 40 Meter in die Tiefe, wie die Stadtverwaltung unter Berufung auf die Militärpolizei mitteilte. 

Seil vergessen: Frau stürzt bei Rope Jumping in den Tod

Auf Videos war zu sehen, wie drei Männer die Frau zum Rand der Brücke tragen und sie hinabwerfen. Das Sicherungsseil liegt daneben zusammengerollt auf dem Boden. Rettungskräfte konnten nur noch den Tod der Frau feststellen. Sechs Beteiligte wurden festgenommen.

Rope Jumping ist ein Extremsport, bei dem sich Menschen gesichert mit einem Kletterseil in die Tiefe stürzen. Im Gegensatz zum bekannteren Bungee Jumping ist das Seil kaum elastisch. Es wird üblicherweise versetzt von der Absprungstelle befestigt, so dass der Sturz durch eine Pendelbewegung abgefedert wird.

Die Stadtverwaltung von Limeira kündigte nach dem Unglück eine Klage gegen Bundesbehörden an, die für die Sicherung der Brücke zuständig ist. Mehrfach seien bereits Sicherheitsmaßnahmen angemahnt worden, geschehen sei nichts, hieß es in einer Mitteilung. "Leider hat die Untätigkeit der Bundesbehörden nun zu einer weiteren Tragödie in Limeira geführt", sagte Bürgermeister Murilo Félix.