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Geheimtipp Scilly Islands: Englands tropisches Paradies im Atlantik


Autor: Aaron Hofmann, Stefan Lutter

Scilly Inseln, Dienstag, 03. März 2026

Türkisfarbenes Wasser, Palmen und Sandstrände: Die Scilly-Inseln vor Cornwall wirken wie die Karibik. Ein Paradies, das nur wenige kennen.
Scilly Cay aus der Vogelperspektive – Inselparadies im Atlantik: Diese Luftaufnahme zeigt eindrucksvoll die charakteristische Insellandschaft der Scilly-Inseln mit ihren über 140 Inseln und Felsen im Atlantik. Türkisfarbenes Wasser umspült die kleinen Eilande, während weißer Sand und markantes Granitgestein die Küstenlinien prägen – ein Anblick, der eher an die Karibik als an England erinnert. Aus der Vogelperspektive wird deutlich, wie seicht die Wasserstraßen zwischen den einzelnen Inseln sind und wie zahlreiche Untiefen das Archipel durchziehen – ein Grund für die über 800 Schiffswracks, die auf dem Meeresgrund liegen. Dank des Golfstroms herrscht hier ein außergewöhnlich mildes Klima, das die subtropische Vegetation mit Palmen und exotischen Pflanzen ermöglicht. Die Luftaufnahme offenbart auch die geologische Besonderheit: Vor dem Ende der letzten Eiszeit lag der Meeresspiegel 80 bis 100 Meter niedriger, und die heutigen Inseln bildeten eine große zusammenhängende Landmasse – möglicherweise das legendäre Königreich Lyonesse. Von oben betrachtet erschließt sich die einzigartige Schönheit dieses Naturparadieses, das den Status "Area of Outstanding Natural Beauty" trägt und unter besonderem Naturschutz steht.on the island of Anguilla.


Stell dir vor, du stehst an einem schneeweißen Sandstrand, vor dir erstreckt sich türkisfarbenes Wasser, Palmen wiegen sich im Wind – und du bist in England. Klingt unmöglich? Willkommen auf den Scilly-Inseln, einem der bestgehüteten Urlaubsgeheimnisse Großbritanniens. Etwa 45 Kilometer südwestlich von Cornwall liegen diese 140 Inseln und Felsen im Atlantik, von denen nur fünf bewohnt sind: St. Mary's, Tresco, Bryher, St. Martin's und St. Agnes.

Dank des Golfstroms herrscht hier ein so mildes Klima, dass in den berühmten Abbey Gardens über 20.000 exotische Pflanzen gedeihen. Während Millionen Touristen jährlich nach Cornwall strömen, bleiben die Scilly Islands ein Geheimtipp – selbst viele Briten haben noch nie von diesem Paradies gehört. Dabei urlauben hier regelmäßig die Beckhams, Prince Charles besitzt Ferienhäuser auf Tresco, und auch Hollywood-Stars wie Angelina Jolie und Brad Pitt schätzen die unvergleichliche Abgeschiedenheit.

Die britischen Scilly-Inseln: So habt ihr England noch nicht gesehen 

Was macht diesen Archipel so besonders? Es ist die einzigartige Mischung aus karibischem Flair und britischer Tradition, aus unberührter Natur und faszinierender Geschichte. Über 800 Schiffswracks liegen auf dem Meeresgrund – stumme Zeugen der tückischen Gewässer, die Taucher aus aller Welt anlocken. An Land erwarten dich weiße Sandstrände wie der Porthmellon Beach, wo Seerobben neugierig aus dem Wasser schauen. Von Mai bis Juli kannst du Papageientaucher bei der Brutzeit beobachten, während die subtropischen Gärten in voller Blüte stehen. Die Anreise per Fähre, Flugzeug oder Helikopter mag etwas aufwendiger sein, doch genau diese Abgeschiedenheit macht den Charme aus. Hier gibt es kaum Autos, dafür mystische Legenden um das versunkene Königreich Lyonesse und König Artus. Die Scilly-Inseln sind mehr als nur ein Reiseziel – sie sind eine Zeitreise in ein England, das so kaum noch existiert.

Die Scilly-Inseln befinden sich in der Keltischen See vor der südwestlichen Spitze Englands und heben sich damit deutlich vom typischen britischen Landschaftsbild ab. Nicht ohne Grund wurde der gesamten Inselgruppe der Status "Area of Outstanding Natural Beauty" verliehen, wodurch sie unter besonderem Naturschutz steht. Diese Auszeichnung erhalten nur britische Regionen, die sich durch eine außergewöhnlich schöne und einzigartige Natur auszeichnen.

Granitgestein und grobkörniger Sand, den die Einheimischen als "ram" bezeichnen, prägen die Inselgruppe. Vor Ort gibt es eine Vielzahl an Sportmöglichkeiten, wobei vor allem Bootsrennen zu den populärsten Sportarten unter den Bewohnern gehören. Wir verraten euch, welche Besonderheiten euch noch auf der Insel erwarten und wie ihr euren Urlaub in dem Naturparadies am besten verbringt.

Scilly-Inseln: Hier urlauben die Stars – und die wenigsten wissen davon

Die Scilly Islands liegen südwestlich von Cornwall und wirken auf Besucher wie ein abgeschiedener Rückzugsort im Atlantik. Die Inselgruppe umfasst über 140 Felsen und Inseln, von denen lediglich fünf dauerhaft bewohnt werden. Auf St. Mary's, Tresco, Bryher, St. Martin's und St. Agnes präsentiert sich eine Landschaft, die mit weißen Sandstränden, Granitfelsen, Palmen und dem türkisfarbenen Wasser tropische Assoziationen weckt. Das milde Klima verdanken die Inseln dem Golfstrom, der für warme Winter und recht konstante Temperaturen sorgt. So wachsen viele exotische Pflanzen – besonders eindrucksvoll in den Abbey Gardens auf Tresco, wo Tausende subtropische Arten gedeihen.

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Die Anreise zu den Scilly Islands ist etwas aufwendiger, da die Inseln nur per Fähre, Flugzeug oder Helikopter erreichbar sind. Kommt es zu schlechtem Wetter, können die Verbindungen ausfallen; die Inseln bleiben dann mitunter mehrere Tage vom Festland getrennt. Genau diese besondere Abgeschiedenheit macht den Charme der Scillies aus. Auch bekannte Persönlichkeiten wie Angelina Jolie, Brad Pitt oder die Beckham-Familie genießen die Ruhe, ebenso wie Prince Charles, der auf Tresco mehrere Ferienhäuser besitzt. Der Autoverkehr ist auf den Inseln sehr gering, was die entspannte Stimmung noch verstärkt. Gleichzeitig gibt es vielfältige Freizeitmöglichkeiten wie Wassersport, Wandern, Ausritte oder Tauchgänge zu alten Schiffswracks.

Wer die Scilly Islands besucht, kann entweder Tagesausflüge planen oder sich für längere Aufenthalte entscheiden. Aufgrund der begrenzten Bettenzahl und der großen Nachfrage empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung der Unterkünfte. Zu den schönsten Stränden zählen etwa der Porthmellon Beach auf St. Mary's oder die Buchten von St. Martin's. Hier lassen sich Seerobben beobachten oder sogar gemeinsam schwimmen. Historische Orte wie das Ganggrab Bant's Carn laden zum Entdecken ein, ebenso laden gemütliche Themencafés zum Verweilen ein. Die Inselgruppe steckt voller Legenden und bietet eine Vielzahl archäologischer Spuren aus der Jungstein- und Bronzezeit.

Aktivitäten und Angebote auf den Scilly Islands: Das wird euch geboten

Für Aktivurlauber stehen auf den Inseln zahlreiche Wassersportmöglichkeiten bereit. Es lassen sich Tauchgänge zu über 800 Schiffswracks erleben, außerdem besteht die Möglichkeit, an geführten Bootstouren teilzunehmen oder die Atlantikwellen beim Kitesurfen und Windsurfen auszukosten.

Auch Naturfreunde kommen auf ihre Kosten: Geführte Besuche in den Abbey Gardens auf Tresco, wo mehr als 20.000 subtropische und exotische Pflanzen wachsen. Zudem kann man an Gartenführungen teilnehmen, Wissenswertes über die Herkunft der Pflanzen erfahren und regionale Weinproben im Holy Vale Vineyard genießen. Die Gartenanlagen laden zu entspannten Spaziergängen sowie Fototouren ein, auf denen man die außergewöhnliche Vegetation der Inseln entdecken kann.

Wer die Inselwelt erkunden möchte, kann Inselhopping zwischen St. Mary's, Tresco, Bryher, St. Martin's und St. Agnes unternehmen. Mit kurzen Überfahrten erreicht ihr Sehenswürdigkeiten wie das Star Castle, das Ganggrab Bant's Carn oder den Turk's Head Leuchtturm, die nicht nur interessante Fotomotive darstellen, sondern auch eine spannende Geschichte in sich tragen.

Wann sich die Reise lohnt: Die perfekte Zeit für die Scilly-Inseln

Wer die Scilly-Inseln in ihrer vollen Pracht erleben möchte, sollte seine Reise sorgfältig planen. Die Monate Mai bis September gelten laut Urlaubcornwall als optimale Reisezeit, wobei die Sommermonate von Juni bis August mit durchschnittlich 19 Grad Celsius die wärmsten Temperaturen bieten. Dank des Golfstroms herrscht auf den Inseln ein außergewöhnlich mildes Klima, das selbst im Winter selten unter sieben Grad Celsius fällt. Die Wassertemperaturen erreichen im Hochsommer etwa 14 Grad Celsius – erfrischend, aber durchaus zum Schwimmen geeignet.

Besonders reizvoll zeigt sich der Mai, wenn die subtropischen Gärten in voller Blüte stehen und die Papageientaucher zur Brutzeit auf die Inseln zurückkehren. Von Mai bis Juli lassen sich diese charismatischen Vögel besonders gut beobachten, bevor sie im August wieder aufs offene Meer zurückkehren, wie mee(h)r-erleben.de berichtet. Der Frühling verwandelt die Abbey Gardens auf Tresco in ein Farbenmeer, während die milden Temperaturen ausgedehnte Wanderungen und Bootstouren ermöglichen. Auch der Herbst von September bis November kann durchaus attraktiv sein, mit Tagestemperaturen um 18 Grad Celsius und weniger Besuchern auf den Inseln.

Allerdings sollten Reisende beachten, dass das Wetter auf den Scilly-Inseln wechselhaft sein kann. Die exponierte Lage im Atlantik bringt gelegentlich starke Winde und Regenschauer mit sich, die sogar die Fähr- und Flugverbindungen zum Festland unterbrechen können. Wer flexibel plant und ein paar Puffertage einkalkuliert, wird jedoch mit einem unvergesslichen Urlaubserlebnis belohnt. Die beste Reisezeit liegt dem Reiseportal Merian zufolge zwischen Mai und August, wobei eine frühzeitige Buchung aufgrund der begrenzten Unterkunftskapazitäten dringend empfohlen wird.

Frischer Genuss aus dem Atlantik: Kulinarische Highlights der Inseln

Die Scilly-Inseln sind ein Paradies für Liebhaber frischer Meeresfrüchte und lokaler Spezialitäten. Auf der kleinen Insel Bryher lockt der Island Fish Ltd Shop mit Hummer- und Krabben-Sandwiches, die aus frisch gefangenen Meeresfrüchten zubereitet werden, so die ZEIT. Die kristallklaren Gewässer rund um die Inseln bieten ideale Bedingungen für Schalentiere, und die lokalen Fischer versorgen die Restaurants täglich mit fangfrischem Fisch. Der familiengeführte Betrieb wird laut Visit Isles of Scilly von drei Generationen der Pender-Familie betrieben, die seit Jahrhunderten in den Gewässern rund um die Scilly-Inseln fischen.

Die gastronomische Szene der Scilly-Inseln ist geprägt von einer Mischung aus traditioneller britischer Küche und modernen kulinarischen Einflüssen. In den gemütlichen Pubs und Restaurants mit Panoramablick auf den Atlantik werden lokale Spezialitäten serviert, die die maritime Lage der Inseln widerspiegeln. Besonders nach einer ausgiebigen Wanderung durch die wilde Natur von Bryher oder St. Martin's schmecken die frisch zubereiteten Gerichte besonders gut. Die Restaurants legen großen Wert auf Regionalität und Frische, was sich in der Qualität der Speisen deutlich widerspiegelt.

Neben den Meeresfrüchten bieten die Inseln auch charmante Tea Rooms und Cafés, in denen Besucher bei Cream Tea und selbstgebackenen Kuchen die entspannte Atmosphäre genießen können. Das Holy Vale Vineyard auf St. Mary's lädt zu regionalen Weinproben ein und zeigt, dass auf den Scilly-Inseln dank des milden Klimas sogar Weinanbau möglich ist, wie Visit Isles of Scilly berichtet. Die kulinarischen Angebote spiegeln perfekt den Charakter der Inseln wider: authentisch, hochwertig und eng mit der Natur verbunden.

Mystisches Lyonesse: Die versunkene Welt vor den Scilly-Inseln

Die Scilly-Inseln sind nicht nur ein Naturparadies, sondern auch ein Ort voller Mythen und Legenden. Der bekannteste Mythos rankt sich um das versunkene Königreich Lyonesse, das der Sage nach einst zwischen Land's End in Cornwall und den Scilly-Inseln lag. In der Artussage wird Lyonesse als das Reich des legendären Ritters Tristan beschrieben, das durch eine katastrophale Flut im Meer versunken sein soll, wie england.de berichtet. Nur ein einziger Mann soll der Legende nach überlebt haben, indem er auf seinem Pferd vor den heranrollenden Wellen floh.

Tatsächlich gibt es geologische Hinweise darauf, dass die Scilly-Inseln in der Antike durch Landbrücken verbunden waren und einen deutlich größeren Landkomplex bildeten. Der steigende Meeresspiegel nach der letzten Eiszeit könnte zur Überflutung dieser Gebiete geführt haben, was die Grundlage für die Lyonesse-Legende bildet, so Atlantisforschung.de. Laut Merian war der Meeresspiegel damals deutlich niedriger und die Scilly Islands bildeten eine größere zusammenhängende Landmasse. Lokale Fischer berichten, dass sie gelegentlich Überreste von Strukturen in ihren Netzen finden, die sie dem versunkenen Reich zuschreiben.

Heute ist die Verbindung zu König Artus und den Rittern der Tafelrunde ein wichtiger Teil der kulturellen Identität der Scilly-Inseln. Das Ganggrab Bant's Carn und andere archäologische Stätten aus der Jungstein- und Bronzezeit zeugen von der langen Besiedlungsgeschichte der Inseln. Die über 800 Schiffswracks, die auf dem Meeresgrund rund um die Inseln liegen, tragen zusätzlich zur mystischen Atmosphäre bei. Für Besucher, die sich für Geschichte und Mythen interessieren, bieten die Scilly-Inseln eine einzigartige Mischung aus greifbarer Vergangenheit und sagenhaften Erzählungen, die bis heute lebendig sind.