Druckartikel: Zum Tod von Alexander Held: ZDF wiederholt Schrebergarten-Krimi aus dem Jahr 2021

Zum Tod von Alexander Held: ZDF wiederholt Schrebergarten-Krimi aus dem Jahr 2021


Autor: Teleschau  

, Mittwoch, 20. Mai 2026

Zu Ehren des am 12. Mai verstorbenen Schauspielers Alexander Held wiederholt das ZDF einen seiner alten Filme aus der originellen "München Mord"-Reihe. Zwei weitere Krimis sind bereits abgedreht. Doch kann es danach auch ohne Alexander Held weitergehen?


Im Alter von nur 67 Jahren ist der Schauspieler Alexander Held überraschend verstorben. Einen Tag, nachdem die Nachricht bekannt wurde, wiederholt das ZDF einen Film aus seiner wohl beliebtesten Reihe.

In "München Mord - Das Kamel und die Blume" (Erstausstrahlung 2021) löst die Kleinkarten-Kolonie "Wiesenfeld" im nicht ganz so wohlhabenden Münchner Norden vor allem bei Kommissar Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier) Abscheu und Fluchtreflexe aus. Der gerne mal etwas gockelhaft auftretende Kollege von Ludwig Schaller (Alexander Held) und Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen) verunglimpft den Schrebergarten, der sich als Tatort entpuppt, immer wieder als "Spießergarten". Dass in der gepflegt wirkenden Anlage vieles nicht stimmt und hinter hübschen Zierhecken versteckt wird, liegt für Neuhauser in der Herbst-Luft. Und fürwahr: Es ist ein Ort der Abgründe.

Wer möchte das junge Patchwork-Glück verhindern?

Krimi-Meister Friedrich Ani, der schon unzählige Buchvorlagen für tolle deutsche Fernsehkrimis geschrieben hat, taucht zusammen mit der Co-Autorin Ina Jung in eine Welt ein, die sich bieder gibt, aber böse sein kann. Das lässt sich auch über den Fall sagen, zu dem die drei Kommissare diesmal gerufen werden. Alles sieht jedoch erst mal eher nach einem tragischen Unfall in einem der "Wiesenfeld"-Gärten aus. In einer der Schrebergarten-Lauben kam es zu einer Verpuffung. Getötet wurde durch die Wucht der Explosion ein Mann, der offensichtlich zur falschen Zeit am falschen Ort war. Schnell stellt sich heraus, dass die Gas-Leitung vor Ort manipuliert worden war: Doch wem galt die teuflische Falle wirklich?

Dass die Schwangere Celine Papst (Lena Meckel) unerwartet in der Gartenanlage auftaucht, genau dann als die Ermittler Zeugenaussagen von extrem schrulligen Anliegern wie dem nach einem Kehlkopf-Leiden verstummten Eigenbrötler Woita (Helmfried von Lüttichau) aufnehmen, kann kein Zufall sein. Tatsächlich sucht Celine ihren neuen Partner Karim (Hassan Akkouch). Der ist zwar nicht der Vater des noch ungeborenen Kindes, zeigt sich aber nicht nur verliebt, sondern auch loyal und will mit der jungen Mutter eine (Patchwork-)Familie gründen. Der eigentliche Erzeuger von Celines Baby ist mit ihrem Ex-Freund Patrick (Timur Bartels) ein Hitzkopf, der offenbar auch zur Gewalt neigt. Und dann zieht im Hintergrund offenbar auch noch der undurchsichtliche Künstler-Vater Oliver Papst (Rufus Beck) seine Fäden: Er macht kein Hehl daraus, dass er Patrick gegenüber Karim klar bevorzugt.

Flierl sucht über eine Dating-App Anschluss

Es ist ein sehenswert sperriger Krimi, der Licht auf die schummerigen Schattenseiten der sonst gerne so prahlerisch weiß-blauen Landeshauptstadt wirft. Dabei muss es auch wieder einmal um Männer-Seilschaften, Filz und Lieblosigkeit gehen. Mittendrin irrlichtert die liebenswerte, liebesbedürfte Single-Polizistin Flierl umher: Sie versucht ausgerechnet über eine Dating-Plattform, in der Münchner Macho-Welt Anschluss zu finden.

"München Mord - Das Kamel und die Blume" war der 13. Film der Reihe mit Alexander Held. Der Schauspieler, der bereits am 12. Mai nach kurzer Krankheit verstarb, war auch in den nachfolgenden neun Filmen als Kriminalhauptkommissar zu sehen. Zwei neue Folgen aus der Reihe "München Mord" sind abgedreht. Ob und wie es weitergehen wird - mit dieser Frage muss sich das ZDF auseinandersetzen. Der große Erfolg des Ensemble-Krimis nicht nur im süddeutschen Raum sollte für eine Fortsetzung sprechen.

München Mord - Das Kamel und die Blume - Mi. 20.05. - ZDF: 20.15 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst