"Richtige Zitterpartie": Wunschpreis bei "Bares für Rares" mehr als verdreifacht
Autor: Michael Eichhammer
, Dienstag, 28. Juli 2026
"Das ist natürlich viel zu wenig", kommentierte die "Bares für Rares"-Expertin Heide Rezepa-Zabel den Preiswunsch eines Ehepaars für ein Erbstück aus der Schmuckschublade. Die eigentliche Überraschung wartete am Dienstag aber im Händlerraum ...
Horst Lichter begeisterte sich für das Verkaufsobjekt in der Dienstagsfolge von "Bares für Rares": "Das glitzert aber ordentlich! Und es wackelt auch noch, das finde ich ja wieder interessant." Ob das Wackeln ein Hinweis auf einen Makel war, wusste die Expertin ...
Das Erbstück ging von der Großmutter an die Mutter weiter, bevor es Renate erhielt, die mit ihrem Mann Helge aus Wangerooge angereist war. Alle drei Frauen hatten den Schmuck gleich behandelt: Ungetragen fristete er ein Schattendasein in der Schublade.
Schätzpreis überrascht Verkäufer: "Wahnsinn!"
Als "Trembleuse-Brosche" erkannte Heide Rezepa-Zabel sofort das Objekt. Auf Deutsch: Zitter-Brosche. "Charakteristisch und namengebend ist die Blüte in der Mitte, die zitternd aufgehängt wurde über eine Drahtmontage", referierte die Expertin. "Es lebt halt", fand der Moderator. "Das ist natürlich ein Hingucker - und je nachdem wie das Licht fällt ist das noch mal ein größeres Highlight", dachte er laut. Rezepa-Zabel lenkte die Aufmerksamkeit auf den "sehr schönen, plastisch ausgearbeiteten Blütenzweig".
Blätter und Kronblätter waren mit Diamanten ausgeziert. Sie verwies zudem auf den zentralen Kranz aus Rubinen im Zentrum, während "ganz in der Mitte ein größerer Diamant im Altschliff" für Aufsehen sorgte. Die ausgefeilte Zitter-Mechanik war für die Expertin ein Verweis auf eine Entstehung im 19. Jahrhundert. "Die naturalistische Ausformung" ließ sie noch konkreter werden: Das Schmuckstück wurde zwischen 1860 und 1880 gefertigt, legte sich Heide Rezepa-Zabel fest.
Horst Lichter erkundigte sich neugierig nach dem Material des aufsehenerregenden Schmuckstücks. "14-karätiges Gold, ich habe es getestet", verriet Rezepa-Zabel. Sie ergänzte: "Silberdoubliert." In den Augen von Horst Lichter funkelten die Diamanten und Rubine dank des Zitter-Features "wie ein Sternenhimmelchen". Er erkundigte sich nach dem Wunschpreis der Gäste. "999 Euro", schlug Helge vor.
"Das ist natürlich viel zu wenig", argumentierte Heide Rezepa-Zabel. "Ui, das ist gut!", kommentierte Lichter gutgelaunt. "Wir haben keine Ahnung", gab Helge zu. Die Expertin schon: Sie taxierte auf 3.000 bis 4.000 Euro! "Wahnsinn!", freute sich Helge.
"Es ist die Brosche, die zittert, nicht der Daniel"
Renate stellte das Kästchen mit dem Schmuck vor Daniel Meyer ab. Eine gute Wahl, denn der geriet in regelrechte Euphorie: "Oh, eine Zitterbrosche, und so eine schöne! Die ist wirklich 19. Jahrhundert, toll! Die haben sich ja sehr selten in dem schönen Zustand erhalten."