"Wird wieder seine Chance bekommen": Andy Borg glaubt an Mross-Comeback
Autor: Stefan Weber
, Mittwoch, 22. Juli 2026
Mehr als 20 Jahre lang stand Stefan Mross für die ARD-Show "Immer wieder sonntags" vor der Kamera. Jetzt ist bald Schluss - und ein alter Weggefährte meldet sich zu Wort, um Mut zu machen.
Im März wurde bekannt, dass der SWR "Immer wieder sonntags" nach über 300 Folgen einstellt. Seit 2005 moderierte Stefan Mross die Sonntagvormittag-Show im Ersten, am 6. September ist nun regulär Schluss. Eine Woche später, am 13. September, folgt noch eine "Best-of"-Ausgabe - dann endet eine Ära der deutschen Schlagerunterhaltung.
Nach dem bereits zahlreiche Schlagerstars das Aus der Sendung kritisierten, hat sich nun auch Andy Borg zu Wort gemeldet. Der Entertainer kennt die Situation aus eigener Erfahrung: Er moderierte lange den "Musikantenstadl", bis auch für ihn 2015 überraschend Schluss war. Im Gespräch mit "Merkur.de" zeigt sich Borg zuversichtlich, dass Mross die Absetzung verkraften wird.
"Seine Fans werden ihn tragen"
"Man kann einem Moderator eine Sendung nehmen, aber niemals die Menschen, die ihn ins Herz geschlossen haben", sagte Borg. "Das hab ich damals gesagt und so wird es auch Stefan erleben - seine Fans werden ihn tragen."
Auch mit Blick auf die Zukunft findet der Schlagersänger aufmunternde Worte. Er wisse aus eigener Erfahrung, wie schmerzhaft ein solcher Abschied sei - und dass sich manchmal durch eine Tür, die sich schließe, etwas Neues öffne. "Deshalb bin ich sicher: Stefan Mross wird wieder seine Chance bekommen", so Borg.
Der SWR hatte das Aus mit der wirtschaftlichen Lage des Senders begründet. Programmdirektor Clemens Bratzler nannte die Entscheidung "schmerzhaft", erklärte aber: "Die wirtschaftliche Situation des SWR lässt uns aber keine andere Wahl." Insgesamt werden bis zum Ende 32 Staffeln in der Open-Air-Arena im badischen Rust entstanden sein.
Mross selbst reagierte im Mai gegenüber "t-online" sichtlich getroffen. Er sei "schockiert" gewesen, sagte der 50-Jährige. Vor allem die Art und Weise, wie die Entscheidung kommuniziert wurde, habe ihn enttäuscht: "Das hätte man auch anders lösen können."
Kritik auch aus der Schlagerbranche
Mross ist mit seinem Unmut nicht allein. Auch ESC-Gewinnerin Nicole bedauert das Aus. Die Sendung sei "mittlerweile wie ein Familienbetrieb" gewesen, sagte sie gegenüber "schlager.de" - und hofft insgeheim noch auf eine "Ersatzsendung", sollten sich genügend Fans beim Sender melden. "Vielleicht wird das ja zurückgeholt, wer weiß."