"Wir wollen das Ding": Drei-Euro-Trödelfund erzielt bei "Bares für Rares" Mega-Gewinn
Autor: Natalie Cada
, Mittwoch, 03. Juni 2026
Für nur drei Euro gekauft, für 1.000 Euro verkauft: Eine seltene Jugendstil-Schale sorgte bei "Bares für Rares" für Begeisterung und einen heftigen Bieterkampf unter den Händlern.
Mit ihrem Flohmarktfund landeten Lara und Michael aus Baden-Baden einen Volltreffer. In der Mittwochsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" stellte sich heraus, dass ihr Schnäppchen deutlich wertvoller war als gedacht. Das freute nicht nur Horst Lichter, sondern löste bei den Händlern prompt einen hitzigen Bieterkampf aus.
Gemeinsam über Flohmärkte zu schlendern gehörte für Lara und ihren Vater Michael zum Hobby. Dabei machten sie einen Fund, der Bianca Berding ins Schwärmen brachte: "Sowas würde ich auch gerne mal auf dem Trödel finden." Die kleine Schale stammte nämlich von Daum Frères in Nancy. "Wow", staunte Lichter, der den bekannten Namen auch kannte.
Horst Lichter: "Davon träume ich jeden Tag bei ,Bares für Rares'"
"Da braucht man gar nicht mehr viel erklären", so Berding, denn "das ist eine der berühmtesten Glashütten überhaupt". Daum Frères war für wunderschöne Glasobjekte aus dem Jugendstil weltbekannt. Und so datierte Expertin Berding auch die "sehr, sehr süße Schale" vom Trödel genau in die Zeit zwischen 1905 und 1915.
Das besondere Farbspiel der Schale entstand, indem bei der Herstellung farbiges Pulver in das farblose Glas eingestreut wurde, erläuterte Berding die Patinage. Bemalt mit Emaille wurde das Stück mit Akelei-Blüten, ein Symbol für Liebe und Fruchtbarkeit. "Das ist handwerklich äußerst gut gemacht", schwärmte die Expertin.
Natürlich interessierte Lichter vor allem: "Wie viel habt ihr bezahlt?" Lara musste lachen: "Drei Euro." Angesichts dieses Schnäppchens war sich der Moderator sicher: "Ihr geht mit Gewinn nach Hause." Gewünscht wurden 300 bis 500 Euro und Berding schätzte sogar bis 900 Euro. "Davon träume ich jeden Tag bei ,Bares für Rares'", freute sich Lichter.
"Das war ein Kampf"
Auch im Händlerraum sorgte die Schale für Begeisterung: "Ah, französischer Jugendstil." Wolfgang Pauritsch erkannte schnell: "Wir alle wollen das Ding haben." Denn ihm war klar, dass er nicht der Einzige war, der mitbieten wollte. Auch Jan Cizek schwärmte: "Mein Herz geht auf." Pauritsch konterte passend: "Das Portemonnaie auch."
Pauritsch eröffnete mit 250 Euro. Doch aus der Händlerrunde folgten schnell immer höhere Angebote. Bei 600 Euro von Sarah Schreiber stellte Cizek schmunzelnd fest: "Alle wollen es haben und das ist oft das Problem hier." Für Lara und Michael war die große Nachfrage dagegen ein Grund zur Freude und sie erklärten: "Wir warten."